Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Finger weg vom Silikon: Fast alle Brustimplantate haben ein Leck – Studie

Skulptur (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.09.2021
Abonnieren
Was passiert eigentlich mit so einem Brustimplantat aus Silikon, wenn es länger im Körper ist? Nichts Gutes: In 98 Prozent der Fälle tritt es in angrenzendes Gewebe aus, in 86 dringt es bis in die Lymphknoten und andere Körperregionen vor. Das hat ein Forscherteam ermittelt und rät von solchen Eingriffen ab, bis die Folgen untersucht sind.
Brustvergrößerungen mögen Erscheinungsbild und Selbstbewusstsein mancher Frau optimieren. Zumindest behauptet die sicher alles andere als unabhängige und objektive Webseite plasticsurgery.org, dass 98 Prozent dergestalt „korrigierter“ Frauen zufrieden mit dem Resultat seien. Indessen würde diese Zufriedenheit sicher schwinden, wenn den optimierten Damen bewusst würde, was rund um das neue Implantat in ihrem Körper passiert.
Forschungsergebnisse aus jüngster Vergangenheit hatten bereits zutage gefördert, dass Implantate aus Silikon gewisse Arten von Krebs, Immunerkrankungen und grundsätzliche Störungen im Organismus begünstigen, die sich negativ auf das Wohlbefinden von Frauen auswirken. In den Jahren 2019 und 2020 wurden aus solchen Gründen auch eine Reihe Implantate zurückgerufen.
Nun sind Mediziner um Henry Dijkman von der niederländischen University of Applied Sciences in einer Studie der Ursache auf den Grund gekommen. Sie untersuchten dafür Gewebe von 400 Frauen, die sich solchen Implantationen unterzogen hatten. Einige von ihnen hatten bereits mehrere Eingriffe hinter sich, da die Implantate nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden müssen. Damit konnten die Forscher auch die Langzeitfolgen der Implantate im Körper untersuchen.
Das Ergebnis: Bei 98 Prozent der Patientinnen konnten im Körpergewebe Silikon-Moleküle nachgewiesen werden, die sich aus den Implantaten gelöst hatten. Dieses Ergebnis gilt laut der Studie unabhängig vom jeweils eingesetzten Implantat-Typus. Bei 86 Prozent waren die Moleküle dabei nicht nur in das angrenzende Brustgewebe vorgedrungen, sondern auch bis in Lymphknoten, Fettgewebe und andere Körperteile.
Brustimplantate - SNA, 1920, 11.02.2021
Minderwertige Brustimplantate zertifiziert: TÜV Rheinland zu Schadenersatz verurteilt
Laut Dijkman und dessen Kollegen haben die Lecks bei 92 Prozent der Frauen zu Entzündungen verschiedener Schwere geführt. Lediglich bei vier der 400 Frauen seien die Komplikationen ausgeblieben. Das Silikon habe in allen Altersgruppen so gewirkt– sowohl bei jungen Frauen als auch bei solchen zwischen 40 und 50 Jahren, die über einen längeren Zeitraum Silikon-Implantate trugen.
Diese Forschungsergebnisse zeigen laut den Wissenschaftlern, dass die Auswirkungen von Silikon in verschiedenen Gewebetypen bei Frauen untersucht werden müssen, insbesondere im Zusammenhang mit Lymphknotenkrebs und anderen Krebsarten. Bis dann raten Dijkman und dessen Kollegen Frauen davon ab, sich solche Implantate einpflanzen zu lassen.
Die Studie ist am Montag im "Journal of the American Medical Association" (JAMA Network) erschienen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала