Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Fall Skripal: Britische Polizei erhebt Anklage gegen dritten Verdächtigen

© SNA / Denis Woroschilow Polizei vor dem Haus von Skripal in Salisbury (Archivbild)
Polizei vor dem Haus von Skripal in Salisbury (Archivbild) - SNA, 1920, 21.09.2021
Abonnieren
Die britische Polizei hat am Dienstag laut einer entsprechenden Pressemitteilung den Namen des dritten mutmaßlichen Verdächtigen im Fall Skripal aus dem Jahr 2018 publik gemacht und Anklage gegen ihn erhoben.
Die Anti-Terror-Polizei kann laut eigener Aussage bestätigen, dass im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen „zur Nowitschok-Attacke in Salisbury“ Anklage gegen eine dritte Person erhoben wurde.
Bei dem Verdächtigen handle es sich um einen russischen Staatsürger, der als „Sergey Fedotov“ (Sergej Fedotow) bekannt sei. Sein echter Name ist laut der Polizei Denis Sergeev (Denis Sergejew). Dieser soll angeblich ein Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein.

Frühere Verdächtige

Anfang September 2018 hatte die britische Polizei Bilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht. Bei ihnen soll es sich um Mitarbeiter des russischen Militär-Nachrichtendienstes GRU handeln. Am 5. September hatte die britische Staatsanwaltschaft gegen Alexander Petrow und Ruslan Boschirow Anklage erhoben. Die beiden hatten später in einem Interview mit der Chefredakteurin von SNA und RT, Margarita Simonjan, erzählt, dass sie Großbritannien als Touristen besucht und nichts mit Geheimdiensten zu tun hätten.
Russisches Außenministerium - SNA, 1920, 21.08.2021
Russlands Außenministerium wirft London Manipulation im Fall Nawalny vor

Vorfall von Salisbury

Sergej und Julia Skripal waren am 4. März 2018 bewusstlos im britischen Salisbury aufgefunden und mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht worden. Von wem und unter welchen Umständen der ehemalige russisch-britische Doppelagent und seine Tochter wirklich vergiftet wurden, ist noch immer unklar. Die britische Regierung behauptete umgehend, dass in den Giftanschlag auf die Skripals mit dem Stoff A-234 der russische Staat verwickelt sei. Russland wies diesen Vorwurf von sich und forderte eine unabhängige Aufklärung.
Die Affäre löste einen diplomatischen Skandal aus: Die damalige britische Premierministerin, Theresa May, ordnete die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten an. Aus „Solidarität“ mit London wiesen auch die USA, Deutschland und viele weitere EU-Staaten Dutzenden russischen Diplomaten die Tür. Moskau traf Gegenmaßnahmen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала