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Tausenden christlichen Konvertiten wird in Deutschland Asylschutz verweigert – Hilfswerk

© REUTERS / Jonathan ErnstAsylsuchende (Archivbild)
Asylsuchende (Archivbild) - SNA, 1920, 21.09.2021
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Das Hilfswerk für verfolgte Christen „Open Doors“ hat die Lage um asylsuchende christliche Konvertiten in Deutschland untersucht und die Ergebnisse in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.
Die Erhebung unter dem Titel „Missachtung der Menschenwürde von Flüchtlingen in Deutschland“ beschäftigte sich mit der asylrechtlichen Situation von 5207 christlichen Konvertiten. Wie die Organisation am Montag schreibt, seien Daten und Hinweise aus 133 Kirchengemeinden erfasst und ausgewertet worden.
Tausenden von den untersuchten Einwanderern wird dem Bericht zufolge der Asylschutz verweigert. Vielen drohe die Abschiebung in Länder, in denen die Abkehr vom Islam als todeswürdiges Verbrechen gilt. Beispielsweise im Iran, woher die größte Gruppe der Konvertiten komme, nehme die Bedrohung durch Verfolgung weiter zu.
Aus dem Iran Geflüchtete erhalten nach Informationen des Hilfswerks immer seltener Schutz. 2017 habe das Bundesamt für Migration 50,6 Prozent von ihnen einen Schutzstatus verweigert. Dieser Anteil sei in den Jahren 2020 und 2021 (bis Mai) auf 77,3 beziehungsweise auf 76,2 Prozent gestiegen. Darunter seien Tausende von Konvertiten gewesen – denn deutlich über 30 Prozent von ihnen hätten sich bei ihrer BAMF-Anhörung als Christen bezeichnet. Laut offiziellen Zahlen sind jedoch rund 99 Prozent der Bevölkerung im Iran Muslime.
„Die Behörden in Deutschland verdächtigen viele Konvertiten, ihren Wechsel zum christlichen Glauben nur vorzutäuschen“, schreibt „Open Doors“.
Dasselbe Misstrauen werde Pastoren entgegengebracht, die den Geflüchteten ihren Glauben bescheinigen. Die Organisation wirft den Behördenmitarbeitern vor, sie „ignorieren in vielen Fällen bewusst die von Sachverständigen in Glaubensfragen vorgelegten Dokumente und stellen ihre von persönlichen Ansichten geleitete Einschätzung darüber“.
Dem Bericht zufolge gibt es im Iran hunderttausende Konvertiten. Nur wenige von ihnen seien nach Deutschland geflüchtet, andere Iraner hätten auf ihrem Weg nach Deutschland oder bereits im Land den christlichen Glauben angenommen. Zahlreiche Konvertierte, deren Asylantrag abgelehnt worden sei, müssten zurück in Länder, die ihnen verbieten, sich zu Christus zu bekennen.
„Dabei weist dieses Bekenntnis sie als Christen aus. Das jedoch kann mit dem Tod bestraft werden“, warnt das Hilfswerk.
Obwohl den Behörden bekannt sei, dass Christen in Ländern wie dem Iran oder Pakistan extrem verfolgt würden, erteilten sie dennoch selten Schutz. Die Lage um Flüchtlinge aus Afghanistan sei „ähnlich gravierend“.
Der Leiter von „Open Doors“ Deutschland, Markus Rode, forderte, Asylverfahren und Entscheide umzudenken. Das Vertrauen der politisch Verantwortlichen zu den Geistlichen aller Kirchen und zu den christlichen Konvertiten solle gestärkt werden.
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