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Gaspreis-Krise: Großbritannien will Kredite für Energieunternehmen anbieten

© CC0 / Philip Barrington / PixabayWestminster, Großbritannien
Westminster, Großbritannien - SNA, 1920, 20.09.2021
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Die britische Regierung erwägt dem Sender BBC zufolge, Energieunternehmen angesichts steigender Großhandelspreise für Erdgas staatliche Kredite anzubieten. Die Preise sind seit Januar um 250 Prozent gestiegen, sodass kleine Anbieter Schwierigkeiten haben, ihre Preisversprechen an die Kunden zu halten.
„Wir müssen versuchen, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, um sicherzustellen, dass wir die benötigten Vorräte haben, um sicherzustellen, dass wir nicht zulassen, dass die Unternehmen, auf die wir uns verlassen, untergehen“, erklärte der britische Premierminister Boris Johnson, der momentan an der UN-Generalversammlung in New York teilnimmt, gegenüber Journalisten.
Laut BBC gab es zu Beginn des Jahres 70 Energieversorger in Großbritannien, aber die volatile Situation könnte dazu führen, dass nur noch zehn über Wasser bleiben. Die Versorgungsprobleme seien darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft auf der ganzen Welt nach den Pandemie-Lockdowns aufgewacht sei, „wie alle, die am Ende des Fernsehprogramms zurückgehen, um den Wasserkocher aufzustellen“, zitiert BBC den Premierminister.
Dem Cop26-Chef (der UN-Klimakonferenz 2021 – Anm. d. Red.) Alok Sharma zufolge sollte die Öffentlichkeit doch beruhigt werden, da es keinen unmittelbaren Grund für Sorgen gibt.

„Die klare Botschaft, die daraus hervorgeht, ist, dass es keine unmittelbaren Bedenken hinsichtlich der Versorgung gibt. Wir sehen keine Risiken für den Winter“, schlussfolgert Sharma.

Heizung Notschalter (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.09.2021
Gaspreise auf Höhenflug – weitere Anhebungen im Herbst erwartet
Im Frühjahr 2020, nach Beginn der Corona-Pandemie, waren die Gaspreise im Keller, Haushalte konnten sich über sinkende Kosten freuen. Doch seit dem vergangenen Winter änderte sich die Situation. Der Anstieg der Kraftstoffkosten weckte Bedenken hinsichtlich möglicher Gas-, Stromversorgungs- und Nahrungsmitteldefizite in Großbritannien. Die aktuellen Probleme im Energiebereich werden durch eine Vielzahl von Faktoren angetrieben. Die Windenergieerzeugung an der Nordküste ist aufgrund eines windstillen Wetters zurückgegangen. Darüber hinaus wurde eine der beiden Hautquellen für importierte Energie aus Frankreich, das durch den Ärmelkanal verlegte 2000 Megawatt Kabel, durch einen Brand beschädigt. Auch kaltes Wetter trug zur Beeinträchtigung von Europas Versorgung bei. Der verschärfte Wettbewerb um Flüssigerdgas, insbesondere aus Ländern in Asien, erhöhte den Preisdruck. Die Lieferungen aus Norwegen und Russland gehen zurück. Somit sind die Gasspeicher auf dem Kontinent nur zu rund 70 Prozent gefüllt, im Vergleich zu 93 Prozent im Vorjahr.
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