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Afghanistan
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Arbeitende Frauen in Kabul sollen nun zu Hause bleiben – mit wenigen Ausnahmen

© AFP 2021 / AAMIR QURESHIFrauen in Afghanistan mit Taliban-Flaggen
Frauen in Afghanistan mit Taliban-Flaggen  - SNA, 1920, 20.09.2021
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Frauen, die in Kabul in Positionen arbeiten, die leicht durch Männer ersetzt werden können, sollen sich laut dem Interimsbürgermeister der afghanischen Hauptstadt, Hamdullah Namony, nicht mehr zur Arbeit melden.
„Wir erlaubten denjenigen Frauen, deren Positionen nicht von Männern besetzt werden können oder die für Männer nicht bestimmt sind, an ihre Stellen zurückzukehren. Sie gehen jeden Tag zur Arbeit“, sagte Namony am Wochenende gegenüber Reportern. Ein Video davon veröffentlichte der Sender "Al Arabiya" in einem Tweet.
„Aber für die Positionen, die andere (Männer) besetzen können, haben wir ihnen (Frauen) gesagt, dass sie zu Hause bleiben sollen, bis sich die Situation normalisiert“. Der Bürgermeister betonte, dass eine endgültige Entscheidung über weibliche Angestellte in Kabuler Stadtverwaltungen noch ausstehe und dass sie ihre Gehälter in der Zwischenzeit bekommen würden.
Knapp 3000 Menschen arbeiten in der Stadtwirtschaft Kabuls, etwa ein Drittel davon sind Frauen – sie sind als lokale Vertreterinnen in Bezirksämtern, im Finanz- und Bauwesen tätig.
Am 7. September sagte der Führer der Taliban*, Hibatullah Akhundzada, dass „in Zukunft alle Fragen der Regierungsführung und des Lebens in Afghanistan durch die Gesetze der Heiligen Scharia geregelt werden“, einem religiösen Gesetz, das Teil der islamischen Tradition und aus dem Koran abgeleitet ist.
Während der früheren Taliban-Herrschaft in den 1990er Jahren war es Mädchen und Frauen verboten, Schulen zu besuchen und zu arbeiten.

Hintergrund

Anfang August hatten die Taliban angesichts des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan eine großangelegte Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet, alle afghanischen Großstädte und Grenzübergänge unter ihre Kontrolle gebracht und das Ende des 20 Jahre langen Krieges angekündigt.
Mitglied der Terrororganisation Al-Qaida (Archivbild) - SNA, 1920, 15.09.2021
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US-Geheimdienst erwartet Wiederbelebung von Al-Qaida in ein bis zwei Jahren
Am 31. August haben die USA ihren Afghanistan-Einsatz nach knapp 20 Jahren beendet. Am 6. September erklärte die Taliban auch Pandschir, die letzte der insgesamt 34 Provinzen, die Widerstand leistete, für erobert. Kurz danach proklamierte die Taliban die Übergangsregierung. Zum amtierenden Regierungschef wurde Mullah Hassan Achund bestimmt - er war Außenminister während der ersten Talibanherrschaft von 1996 bis 2001 und befindet sich unter Sanktionen der Vereinten Nationen.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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