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Schäuble: Merkel ist für das „enge Rennen“ mitverantwortlich

© AP Photo / Jose Luis MaganaWolfgang Schäuble (Archivfoto)
Wolfgang Schäuble (Archivfoto) - SNA, 1920, 19.09.2021
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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat Kanzlerin Angela Merkel in einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ am Sonntag vorgeworfen, dass ihr Rücktritt als CDU-Chefin mit gleichzeitigem Verbleib im Kanzleramt seiner Partei Amtsbonus im Wahlkampf gekostet hatte.
Die Bundestagswahl bleibt laut dem CDU-Politiker „bis zuletzt ein enges Rennen“, weil die amtierende Kanzlerin nicht wieder antrete. „Angela Merkel ging 2018 ein Risiko ein, als sie vom Amt der Parteichefin zurücktrat“, sagte er im Interview. Für den früheren Innen- und Finanzminister sind die Umfragewerte der Union ein eindeutiger Beweis dafür, dass sich dieses Risiko nicht auszahlte.
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Schäuble sei fest davon überzeugt, dass Parteivorsitz und Kanzleramt in eine Hand gehörten. „Das war jetzt über fast drei Jahre nicht der Fall, und deshalb gibt es auch keinen Amtsbonus“, argumentierte er. Was die CDU am Ende erhalte, sei „der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat“, der „neben der langjährigen erfolgreichen Bundeskanzlerin“ stehe. Es werde vielleicht nicht von allen verstanden, welche Schwierigkeiten diese Situation mit sich bringe.
„Er kann nicht sagen, ‚wir machen alles neu‘, kann aber zugleich auch nicht sagen, ,wir machen einfach weiter so‘. Das ist jetzt nach 16 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel ein Problem für meine Partei“, sagte Schäuble dem Tagesspiegel.
Der Bundestagspräsident lobte Laschet, dem er einst Friedrich Merz als Parteivorsitz vorgezogen hatte, als den richtigen Kanzler für Deutschland. Laschet regiere ja das größte Bundesland „sehr erfolgreich“ und sei „jemand, der zusammenführt“. „Im Übrigen hat er bei seiner Bewerbungsrede als Parteivorsitzender gesagt, weniger auf Polarisierung zu setzen“, betonte Schäuble.
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