Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Pressefreiheit gefährdet: Über 100 afghanische Journalisten richten Appell an die Welt

© AFP 2021 / Guillaume BonnetJournalisten fotografieren die Rückkehrer aus Afghanistan am Charles-de-Gaulle Flughafen (Symbolbild)
Journalisten fotografieren die Rückkehrer aus Afghanistan am Charles-de-Gaulle Flughafen (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.09.2021
Abonnieren
Rund 100 afghanische Journalisten haben über Reporter ohne Grenzen (RSF) anonym die internationale Gemeinschaft gebeten, sich einzumischen, um die Pressefreiheit in Afghanistan zu schützen.
„Der afghanische Journalismus ist vom Aussterben bedroht“. So wird der Aufruf der insgesamt 103 afghanischen Journalisten, darunter auch 20 Frauen, betitelt, der auf der Webseite der RSF am Donnerstag erschien. Demnach befürchten die Mitarbeiter mehrerer Medien, die verschiedene politische Meinungen und Ethnien vertreten, dass Journalismus und Medienpluralismus in Afghanistan völlig verschwinden könnten.
Der OVKS-Gipfel in Duschanbe (16.09.2021) - SNA, 1920, 16.09.2021
Afghanistan
Destabilisierung mit Bürgerkrieg als Folge: OVKS-Mitglied besorgt über Lage in Afghanistan
„Über Reporter ohne Grenzen (RSF) richten wir heute einen dringenden Appell an die internationalen Institutionen, von der neuen afghanischen Führung in den laufenden Verhandlungen konkrete Zusagen zu erhalten“, lautet der Aufruf. Nach den Angaben dürfe derzeit nun noch eine von sieben Journalistinnen in Kabul arbeiten. Trotz öffentlicher Zusagen der Taliban* sehen die Journalisten „konkrete Anzeichen“ für eine unangekündigte allgemeine Verfolgung. Dazu gehören unter anderem „Drohungen gegen Journalisten vor Ort, Einschüchterung von Nachrichtenmedien und indirekte Zensur“.
„Wir wollen nicht, dass der Journalismus in Afghanistan ausstirbt, wie es von 1996 bis 2001 der Fall war. Dies ist eine Angelegenheit von äußerster Dringlichkeit“, schrieben die Unterzeichner.
Niederländische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld - SNA, 1920, 17.09.2021
Misslungene Afghanistan-Evakuierung: Auch niederländische Verteidigungsministerin tritt zurück
Die Journalisten beriefen sich auf die Schutzpflicht internationaler Institutionen, die aus dem UN-Zivilpakt hervorgeht. Man brauche diplomatische, konsularische und finanzielle Hilfe für die Evakuierung gefährdeter Journalisten. Diejenigen, die aus dem Land geflohen sind, sollen Erleichterungen erhalten, damit sie weiterhin als Journalisten arbeiten können. Der afghanische Medienausschuss, der Ende August eingerichtet wurde, müsse garantieren, dass er tatsächlich dazu beitragen würde, die Pressefreiheit zu verteidigen und keine Journalisten zu unterdrücken.
„In dieser historischen und zugleich chaotischen Zeit wäre das Verschwinden des afghanischen Journalismus eine Katastrophe. (...) Helfen Sie uns, den afghanischen Journalismus am Leben zu erhalten“, so der Appell.
Militärtransportflugzeug C-17 in Kabul - SNA
Bis fünf Millionen weitere Flüchtlinge aus Afghanistan

Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet nach der Machtübernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis fünf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen werden. Das sagte der CSU-Politiker nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am 16. August bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs. Einen Zeitraum nannte er demnach nicht.

ExpandierenMinimieren
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tatigkeit in diesen Ländern verboten ist.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала