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Kretschmann warnt vor „turbokapitalistischer Mach-was-Du-willst-Wirtschaft“

CC BY-SA 4.0 / Boris Pasek / Wikimedia Commons (cropped)Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (Archivbild)
Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (Archivbild) - SNA, 1920, 19.09.2021
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Baden-Württembergs grüner Regierungschef Winfried Kretschmann hat am Sonntag beim Parteitag der Grünen in Berlin gesprochen, meldet die Deutsche Presse-Agentur.
Der einzige grüne Ministerpräsident in Deutschland empfahl demnach seiner Partei im Wahlkampfendspurt, sich von der „künstlichen Debatte“ um Innovationen und Verbote nicht irritieren zu lassen.
„All diese Warnungen vor der grünen Gefahr, all dieses Zeug darüber, dass wir Grüne keine Innovation wollen, sind vor allem eines: riesengroßer Stuss“, zitiert die DPA Kretschmann.
Es gehe um den „richtigen Mix aus verschiedenen Instrumenten“. Denn die „unsichtbare Hand“ werde es nicht richten.
„Wir brauchen Leitplanken, um den Marktkräften eine Richtung zu geben.“
Wer behaupte, es gehe ohne Rahmen und Regeln, der habe das Wesen der Marktwirtschaft nicht kapiert.
„Der setzt nicht auf die ökologische und soziale Marktwirtschaft, sondern auf eine turbokapitalistische Mach-was-Du-willst-Wirtschaft“, erklärte Kretschmann.
Als Beispiel für grüne Innovationsfreundlichkeit nannte er die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg. Während in Nordrhein-Westfalen, wo Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit der FDP regiert, zwei Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt in diesen Bereich fließen würden und in Bayern 3,5 Prozent, seien es im Südwesten sechs Prozent. Das sei „doppelt und dreifach so viel wie in rot- oder schwarz-geführten Ländern“, hob der Grünen-Politiker hervor.
Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) und Kanzlerkandidaten Armin Laschet (Union) und Olaf Scholz (SPD) beim Triell, den 12. September. - SNA, 1920, 18.09.2021
Insa-Umfrage: SPD bleibt stabil – Union klettert minimal
Die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag soll am 26. September 2021 stattfinden. Die SPD mit Kandidat Olaf Scholz lag in den letzten Umfragen mit etwa 25 Prozent Zustimmung stets mehrere Punkte vor CDU und CSU. Meinungsforscher sehen die Grünen mit deren Bewerberin Annalena Baerbock weiterhin auf dem dritten Platz.
Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten verbunden. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.
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