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Afghanistan
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Nach Schließung des Frauenministeriums: Afghanische Aktivistinnen zeigen stillen Widerstand

© AFP 2021 / BULENT KILICProtest vor dem Gebäude des Frauenministeriums in Kabul am 19. September
Protest vor dem Gebäude des Frauenministeriums in Kabul am 19. September  - SNA, 1920, 19.09.2021
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Die Taliban* haben am Freitag das afghanische Frauenministerium in den Sitz der Religionspolizei umgewandelt. Dies hat am Sonntag Proteste in Kabul hervorgerufen, berichtet Reuters.
Zwei Dutzend Aktivistinnen versammelten sich demnach vor dem Gebäude des Ministeriums und forderten dessen Reaktivierung.
„Die Frauen von Afghanistan sind heute nicht die Frauen von vor 26 Jahren“, sagte eine der Demonstrantinnen. Ihr zufolge kann man die Stimmen der Afghaninnen nicht unterdrücken, indem sie das Haus nicht verlassen dürften und eingeschränkt würden.
Nach Angaben von Mitarbeiterinnen des ehemaligen Ministeriums hatten sie mehrere Wochen seit der Machtübernahme durch die Taliban versucht, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren, wurden aber immer wieder heimgeschickt.
Die neue Behörde solle nun die Scharia durchsetzen. Die von 1996 bis 2001 funktionierende Religionspolizei wurde dafür bekannt, Frauen zu schlagen, die sich nicht bescheiden kleideten oder unbegleitet nach draußen gingen. Mädchen durften außerdem nach der Grundschule nicht mehr gelehrt werden.
Afghanistan Mädchen - SNA, 1920, 17.09.2021
Afghanistan
Taliban ersetzen Frauenministerium durch Religionspolizei

Frauensituation in Afghanistan

Seit die Taliban Mitte August die Macht übernommen haben, bemühen Frauen sich öffentlich um ein moderateres Auftreten. Trotzdem haben die Taliban bereits im letzten Monat die Mehrheit der afghanischen Frauen effektiv von der Arbeit mit der Begründung ausgeschlossen, dass es für Frauen jetzt nicht sicher sei. Dies ist dieselbe Begründung, welche die Taliban schon in den 90er Jahren nutzten, um Frauen nicht zur Arbeit zuzulassen.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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