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Tausende haitianische Migranten in Texas: USA haben groß angelegte Abschiebung vor

© REUTERS / OFFICE OF U.S. CONGRESSMAN TONY GONZALES (TX-23)Asylsuchende in Del Rio, USA, der 16. September 2021
Asylsuchende in Del Rio, USA, der 16. September 2021 - SNA, 1920, 18.09.2021
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US-Behörden planen nach Informationen internationaler Nachrichtenagenturen viele Flüge, um meist aus Haiti stammende Asylsuchende zurück in den Karibik-Staat zu bringen.
Bis Freitag hatten sich mehr als Zehntausend Menschen unter einer Brücke über den Grenzfluss Rio Grande zwischen dem mexikanischen Ciudad Acuña und dem texanischen Del Rio versammelt, um in die USA zu gelangen. Der Sheriff des Verwaltungsbezirks Val Verde, Frank Joe Martinez, schätzte gegenüber AP die Menschenmenge auf 13.700.
Sowohl mexikanische als auch US-Behörden gehen davon aus, dass weitere Armutsflüchtlinge aus Haiti auf dem Wege zu dem Massen-Biwak sind. Der US-Grenzschutz verstärkte seine Kräfte in Del Rio und verteilte nach eigenen Angaben Wasser, Tücher und mobile Toiletten.
Am Sonntag sollen AP zufolge Flüge starten, die aus Haiti stammende Migranten zurück in ihre Heimat bringen sollen. Nach unterschiedlichen Angaben sind zwei bis acht Flüge pro Tag geplant.
Die Abschiebungen sollen gemäß dem gesundheitspolitischen „Title 42“ erfolgen, den der ehemalige US-Präsident Donald Trump zu Beginn der Pandemie erließ. Es sollen die an der Grenze Festgenommenen am nächstgelegenen internationalen Grenzübergang abgeschoben werden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Unbegleitete Kinder sind von der Abschiebung ausgeschlossen.
Asylsuchende Haitianer in Texas werden laut AP die Entscheidung treffen müssen, entweder im Lager zu bleiben und eine Abschiebung zu riskieren oder nach Mexiko zu gehen. Zwei US-Offizielle sagten der „Washington Post“, einige Migranten würden möglicherweise das Camp verlassen und versuchen, illegal in den Vereinigten Staaten zu bleiben.
Ein Beamter hob laut dem Blatt hervor, es handle sich nicht um eine gezielte Aktion gegen ein bestimmtes Land. Die Rede sei eher davon, illegale Grenzüberschritte zu bekämpfen, denn illegale Einwanderer gefährdeten sowohl ihr Leben als auch das Leben von US-Offiziellen.
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