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UN-Generalsekretär für Zusammenwirken mit Taliban

© SNA / Wladimir AstapkowitschAntonio Guterres
Antonio Guterres  - SNA, 1920, 17.09.2021
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UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich für ein Zusammenwirken der Vereinten Nationen mit den Taliban* ausgesprochen, die die Macht in Afghanistan übernommen haben. Er kann sich vorstellen, die radikalen Islamisten von Sanktionen auszunehmen, um einen Kollaps der afghanischen Wirtschaft zu verhindern.
„Ich denke, die Uno sollte mit den Taliban zusammenwirken. Die Uno sollte eine sehr wichtige Rolle bei der Unterstützung des afghanischen Volkes in dieser schwierigen Zeit übernehmen und die Weltgemeinschaft mobilisieren, um den Afghanen humanitäre Hilfe zu leisten. Diese haben schon zu viel gelitten“, sagte Guterres im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
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Der UN-Generalsekretär warnte vor einem Kollaps der afghanischen Wirtschaft mit katastrophalen Folgen für die ganze Region. Um dies zu verhindern, sammle die Uno jetzt hundert Millionen Dollar an Spenden, um Afghanistan eine humanitäre Soforthilfe zu leisten.
„Es gilt, eine humanitäre Katastrophe in Afghanistan abzuwenden“, sagte Guterres. Außerdem müsse man „die afghanische Wirtschaft mit Liquidität fluten, um ihren Kollaps zu verhindern“. Ein wirtschaftlicher Zusammenbruch Afghanistans würde eine große Flüchtlingswelle auslösen und die ganze Region destabilisieren, warnte er.
Der UN-Generalsekretär kann sich vorstellen, dass die Taliban von einigen Sanktionen ausgenommen werden, um die oben erwähnten Schritte zu ermöglichen. „Aus praktischen Erwägungen wird es nötig sein, Ausnahmen von einigen Sanktionen zu machen, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen und eine effektive Verteilung der humanitären Hilfe zu ermöglichen.“
Die Taliban haben nach Beginn des internationalen Truppenabzugs im Mai im Laufe von wenigen Monaten das gesamte Afghanistan unter ihre Kontrolle gebracht. Nach der Übernahme der Hauptstadt Kabul am 15. August erklärten die Islamisten den Krieg für beendet. Mit der Eroberung der kleinsten Provinz Pandschir im Osten des Landes fiel Anfang September auch die letzte Widerstandsbastion an die Taliban.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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