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Nordkorea baut seine wichtigste Atomanlage aus: Atomwaffe in Sicht? CNN zeigt Satellitenbilder

© AFP 2021 / -Ein Satellitenbild von Maxar Technologies, das vermutlich den Ausbau der Atomanlage Yongbyon zeigt
Ein Satellitenbild von Maxar Technologies, das vermutlich den Ausbau der Atomanlage Yongbyon zeigt  - SNA, 1920, 17.09.2021
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Nordkorea baut offenbar laut CNN eine wichtige Anlage zur Anreicherung von waffenfähigem Uran aus. Dabei beruft sich der TV-Sender auf die jüngsten Satellitenbilder des US-Unternehmens Maxar, das sich auf Dienstleistungen im Bereich der Erdbeobachtung spezialisiert.
Die Anfang dieser Woche gemachten Bilder zeigen, dass die Bauarbeiten in der Kernforschungsanlage Yongbyon im Gange seien. Diese Änderungen könnten es Nordkorea ermöglichen, die Produktion von waffenfähigem Nuklearmaterial um bis zu 25 Prozent zu steigern, wie Jeffrey Lewis, Waffenexperte und Professor am Middlebury Institute of International Studies, gegenüber CNN sagte.
„Die jüngste Erweiterung in Yongbyon spiegelt wahrscheinlich Pläne wider, die Produktion von Nuklearmaterial für die Waffenproduktion zu erhöhen“, sagte Lewis. „Die neue Fläche ist ungefähr 1000 Quadratmeter groß – genug Platz, um 1000 zusätzliche Zentrifugen unterzubringen. Die Hinzufügung von 1000 neuen Zentrifugen würde die Kapazität der Anlage zur Produktion von hochangereichertem Uran um 25 Prozent erhöhen“.
Zuvor hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in einem Bericht erklärt, dass Nordkorea seit Juli 2021 seinen Reaktor zur Abtrennung von Plutonium im Nuklearkomplex Yongbyon wieder hochgefahren hat, mit dem Kernwaffen bestückt werden können. Auch das radiochemische Labor soll von Mitte Februar bis Anfang Juli für fünf Monate genutzt worden sein.
Yongbyon wurde 1964 gegründet und ist die größte Atomanlage in Nordkorea. Beim Gipfeltreffen zwischen dem damaligen US-Präsident, Donald Trump, und dem nordkoreanischen Staatchef, Kim Jong-un, 2019 in Vietnam zeigte sich Pjöngjang bereit, „für immer und komplett“ die Atomanlagen in Yongbyon zu schließen – im Gegenzug zu einer teilweisen Aufhebung von internationalen Sanktionen. Der Deal scheiterte aber damals.
Am Montag hat Nordkorea erfolgreich neue Marschflugkörper mit großer Reichweite getestet, an denen es zwei Jahre lang geforscht hat. Die Raketen flogen laut der nordkoreanischen Agentur KCNA knapp über zwei Stunden lang über dem Festland und den Gewässern Nordkoreas und trafen Ziele in 1500 Kilometern Entfernung.
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