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Anschlagspläne auf Synagoge in Hagen: Verdächtiger muss in Untersuchungshaft

© AFP 2021 / MARKUS KLUMPERPolizei vor dem Gebäude der Synagoge in Hagen
Polizei vor dem Gebäude der Synagoge in Hagen - SNA, 1920, 17.09.2021
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Im Fall der mutmaßlichen Anschlagspläne auf die Hagener Synagoge muss der festgenommene 16-Jährige in Untersuchungshaft. Ein Richter bestätigte am Freitagabend in Hagen, dass gegen den Jugendlichen ein dringender Tatverdacht besteht. Die Behörde hatten den Haftbefehl beantragt.
Der junge Syrer war am Donnerstag wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terroranschlags festgenommen worden. Der 16-Jährige hatte Sicherheitskreisen zufolge zugegeben, über den Messengerdienst Telegram Kontakt zu einem Bombenbau-Experten unterhalten zu haben, Anschlagsabsichten auf die Synagoge aber bestritten.
Aus Sicherheitskreisen hieß es weiter, bei dem Kontaktmann des Jugendlichen soll es sich um einen Angehörigen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)* handeln. Der Hinweis soll von einem ausländischen Geheimdienst an den Bundesnachrichtendienst (BND) gegangen sein.
Mit Durchsuchungen und Festnahmen war die Polizei einem „sehr ernstzunehmenden und konkreten Hinweis“ nachgegangen, dass zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ein Anschlag auf die Hagener Synagoge gedroht habe, berichtete Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag. Der Hinweis lasse auf eine „islamistisch motivierte Bedrohungslage“ schließen.
Durchsuchungen bei dem 16-Jährigen hatten aber keine Bombenbauteile zutage gefördert. Die Synagoge war bereits am Mittwochabend abgeriegelt worden. Auch dort fanden sich keine verdächtigen Gegenstände. Der Vater des 16-Jährigen war Sicherheitskreisen zufolge 2014 nach Deutschland gekommen und als Flüchtling anerkannt worden.
Der Vater und zwei Brüder des Jugendlichen, die die Polizei zunächst ebenfalls in Gewahrsam genommen hatte, waren bereits am Donnerstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Gegen sie bestehe kein Tatverdacht, betonte ein Sprecher.
* Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
Polizei vor der Hagener Synagoge am 16. September 2021 - SNA, 1920, 17.09.2021
Geplanter Anschlag auf Hagener Synagoge: Verdächtiger wird Haftrichter vorgeführt
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