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Bericht: Weniger Spezialisten in Altenpflege – dafür fast 50 Prozent Hilfskräfte

© AFP 2021 / Stefanie LoosPflegeheim in Berlin
Pflegeheim in Berlin - SNA, 1920, 16.09.2021
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Die Altenpflege in Deutschland hat laut der „Rheinischen Post“ unter Berufung auf unveröffentlichte Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein Fachkräfteproblem. Das aktuelle Personal besteht demnach mittlerweile fast zur Hälfte aus Hilfskräften.
Die entsprechenden BA-Daten hat die Linksfraktion im Bundestag angefordert. Diesen zufolge ist der Anteil der Pflegehelferinnen und Pfleger seit 2012 um rund drei Prozentpunkte auf 48,8 Prozent angestiegen, während der Anteil der ausgebildeten Fachkräfte in ähnlicher Größenordnung auf nur noch 49,7 Prozent gesunken ist. Somit machen Spezialisten und Experten einen Anteil von 1,5 Prozent aus.
Der Rückgang der Fachkräfte in der Altenpflege lässt sich durch den allgemeinen branchenübergreifenden Fachkräftemangel erklären. Einer der Faktoren könnten schlechte Arbeitsbedingungen sein, weswegen auch Fachkräfte den Pflegebereich verlassen.
Um dessen Attraktivität zu erhöhen, ziehen Politiker verschiedene Optionen in Erwägung, wie etwa eine bessere Bezahlung und bessere Bedingungen. Dafür müssen dem Blatt zufolge mehrere Pflegekammern geschaffen werden, damit die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Beschäftigen wirkungsvoller verliefe.
Die Einführung der Kammer steht in Nordrhein-Westfalen bereits in den Startlöchern, andere Bundesländer haben diese Idee jedoch abgelehnt, darunter z.B. Schleswig-Holstein. Grund dafür ist das ohnehin geringere Gehalt der Beschäftigten, aus dem sie dann noch einen Mitgliedsbeitrag für die Kammer bezahlen sollten.
Arbeitsagentur (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.08.2021
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Die Sache hat jedoch einen Haken: Nur Pflegefachkräfte sind Pflichtmitglieder in Pflegekammern, Helferinnen und Helfer hingegen nicht. Diese Tatsache lasse erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit von Pflegekammern aufkommen, kritisierte die Linken-Politikerin, Pia Zimmermann, da sie für etwa die Hälfte der Beschäftigten und auch für pflegende Angehörige nicht zuständig seien.
„Pflegekammern vertreten auf Grund der Pflichtmitgliedschaft für Fachkräfte vor allem diese. Für die ebenfalls in der Altenpflege wachsende Anzahl an Assistenzkräften und Pflegehelfern werden sie nur in Ausnahmefällen sprechen. Pflegekammern sind also ein Instrument der Spaltung der Pflegenden“, so die Linke.
Ihre Forderung sei, die Pflege insgesamt „mit deutlich mehr Geld auszustatten, um die Gehälter aller Pflegenden nach oben anzupassen“.
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