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Sacharowa: Deutschland ignoriert alle Anfragen Russlands zum Fall Nawalny

© SNA / Jekaterina Tschesnokowa / Zur BilddatenbankAlexej Nawalny im Gerichtssaal. Rechts: Kira Jarmysch, Sprecherin des in Russland als extremistisch eingestuften Anti-Korruptions-Fonds FBK (Archiv)
Alexej Nawalny im Gerichtssaal. Rechts: Kira Jarmysch, Sprecherin des in Russland als extremistisch eingestuften Anti-Korruptions-Fonds FBK (Archiv)  - SNA, 1920, 16.09.2021
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Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands hat an die deutsche Seite acht Anfragen im Fall Nawalny gerichtet, die Berlin unbeantwortet ließ, kritisierte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau.
Sie erinnerte daran, dass Deutschland ersucht worden sei, Beweise für die „sogenannte Vergiftung“ des Kremlkritikers Nawalny vorzulegen und mehrere Umstände zu kommentieren. Indes weigere sich die deutsche Seite bei diplomatischen und sonstigen bilateralen Kontakten unverhüllt, den Dialog zu diesem Thema fortzusetzen.
„Sie versuchen uns klarzumachen, dass dieses Thema für sie nicht mehr interessant ist (…) Das ist sinnlos, und die Entscheidung Berlins, Nawalnys Biomaterial Russland zur Analyse zur Verfügung zu stellen, die seine Vergiftung mit (dem Kampfstoff) Nowitschok ‚eindeutig‘ belegen würde, sowie die Formel eines in Nawalnys Körper von deutschen Militärexperten entdeckten Stoffes preiszugeben, wird nicht revidiert“, kritisierte die Außenamtssprecherin.

"Giftattacke" auf Nawalny

Der 45 Jahre alte Nawalny ist einer der schärfsten Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er war am 20. August 2020 auf einem Flug von der sibirischen Stadt Tomsk nach Moskau ins Koma gefallen. Das Flugzeug legte wegen des Notfalls eine Zwischenlandung in Omsk ein. Dort wurde Nawalny ins Krankenhaus gebracht, später dann nach Deutschland ausgeflogen, wo er in der Berliner Charité behandelt wurde und wieder zu Bewusstsein und zu Kräften kam.
Labore der Bundeswehr sowie in Frankreich, Schweden und bei der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) haben behauptet, den illegalen Kampfstoff Nowitschok bei Nawalny nachgewiesen zu haben. Deutschland und die EU forderten Russland zur Aufklärung des Falls auf und verhängten als Druckmittel auch Sanktionen.

Westen liefert keine Beweise im Fall Nawalny

Während Russland die Vorwürfe bis heute zurückweist, haben Nawalny und sein Team zahlreiche Untersuchungen und Dokumente vorgelegt, die den Anschlag beweisen sollen. Die Kremlgegner werfen einem angeblichen Killerkommando des Inlandsgeheimdienstes FSB unter dem Befehl Putins vor, den Anschlag vorbereitet zu haben.
Moskau weist jegliche Anschuldigungen zurück. Bis jetzt habe der Westen für seine „unentschuldbaren Anschuldigungen“ keine Beweise vorgelegt, hatte das Außenministerium in Moskau zuvor mitgeteilt.

Moskau: "Von langer Hand geplante Provokation"

Ein Jahr nach dem angeblichen Giftanschlag erklärte das russische Außenamt, dies sei eine von langer Hand geplante Provokation mit dem Ziel gewesen, Russland in Misskredit zu bringen. Die Attacke sei vom Westen konstruiert worden, um Russland einzudämmen und zu diskreditieren.
Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivfoto) - SNA, 1920, 05.09.2021
Sacharowa: Gelder an Nawalny sind durch Botschaft der USA und Deutschlands geflossen
„Berlin hat bislang keine verifizierbaren Beweise für seine Anschuldigungen gegen Moskau vorgelegt. Auch die OPCW ließ die Anfrage Russlands unbeantwortet und verhinderte somit die Einleitung eines Strafverfahrens in Russland“, hieß es in Moskau.
Dem Außenamt zufolge missbrauchen Nato-Länder von Nawalnys Team verbreitete Falschinformationen, um sich in die Angelegenheiten Russlands einzumischen, darunter in die Parlamentswahl am 17.-19. September.
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