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Amtsbonus verspielt? Merz: Langer Merkel-Übergang ursächlich für Unionsprobleme

© AP Photo / Jens MeyerDer CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz (Archivfoto)
Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz (Archivfoto) - SNA, 1920, 16.09.2021
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Das Umfragetief der Union erklärt CDU-Politiker Friedrich Merz unter anderem mit einer langen Übergangsphase von Kanzlerin Angela Merkel zu ihrem Nachfolger. Das machte er im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ deutlich.
„Seit Frau Merkel im Oktober 2018 angekündigt hat, nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren, sind immerhin fast drei Jahre vergangen, also drei Viertel der laufenden Wahlperiode“, sagte Merz der „Augsburger Allgemeinen“ am Donnerstag. Diese Zeit sei für die CDU inhaltlich wie konzeptionell nicht gut genug gelaufen.
Merz zufolge trägt dazu auch bei, dass Merkel nach ihrem Rücktritt als Parteichefin die volle Legislaturperiode als Bundeskanzlerin im Amt geblieben ist. „Die Union hat auf den Amtsbonus eines Nachfolgers von Angela Merkel verzichtet, und deswegen gehen wir jetzt in dieser historisch einmaligen Formation in die Bundestagswahl“, konstatierte der Wirtschaftsexperte der CDU. „Das hat Vor- und Nachteile, aber die Frage ist entschieden.“

Scholz als „Karikatur seiner Partei“

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet stellte Merz Anfang September als Wirtschaftsexperten in seinem „Zukunftsteam“ auf. Merz könnte damit nach eigenen Angaben künftig „eine Rolle“ in der Wirtschafts- und Finanzpolitik der nächsten Bundesregierung spielen.
Merz warb zudem in dem Interview für Laschet. So bilde der CDU-Chef die Wirklichkeit in der Union ab - im Gegensatz zu Olaf Scholz in der SPD. Scholz sei weit davon entfernt, die Wirklichkeit der SPD abzubilden. „Er ist die Karikatur seiner Partei, sein bürgerlicher Habitus stimmt mit der Wirklichkeit der SPD nicht überein“, so Merz.
Innerhalb weniger Wochen hat CDU/CSU in den Umfragen deutlich an Zustimmung verloren. Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl liegt die Union klar hinter der SPD. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Yougov“ vom 16. September liegt die Union bei 20 Prozent, die SPD kommt auf 25 Prozent.
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