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„Um Laschet fertig zu machen“ – Geschulte Klimaaktivistin in ARD-Wahlarena eingeladen

© REUTERS / CHRISTIAN MANGWahlplakate der deutschen Kanzlerkanzlerkandidaten, des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und CDU-Chefs Armin Laschet und des Bundesfinanzministers der Sozialdemokratischen Partei (SPD) Olaf Scholz.
Wahlplakate der deutschen Kanzlerkanzlerkandidaten, des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und CDU-Chefs Armin Laschet und des Bundesfinanzministers der Sozialdemokratischen Partei (SPD) Olaf Scholz.  - SNA, 1920, 16.09.2021
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Drei Aktivistinnen waren am Mittwochabend in der ARD-Wahlarena dabei, eine davon hat CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet auch mit einer kritischen Frage konfrontiert. Was gerade für Aufruhr sorgt: Sie wurden dafür von einer Agentur geschult, die von einem Mitglied der „Interventionistischen Linken“ geführt wird.
Die Schülerin Maia Stimming, 15 Jahre alt, ist Klimaaktivisten bei „Fridays for Future“ in Hamburg. Sie durfte CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet in der ARD-Arena eine Frage stellen und begann diese auch gleich mit Vorwürfen. Sie sei sehr verärgert über Laschets Aussagen zu der vorherigen Frage zum Klima, so die Schülerin. „Sie haben sich und NRW hoch gelobt, aber Ihre Klimapolitik ist in den letzten Jahren eigentlich eine Katastrophe. Sie war von krassen Fehlentscheidungen und Skandalen geprägt“, attackierte sie den Politiker. Laschet blockiere immer noch den Ausbau von erneuerbaren Energien in NRW durch die Windkraftanlagen und Abstandsregelungen, er habe die Aktivistinnen im Hambacher Forst räumen lassen und 2020 das Kohlekraftwerk Datteln 4 ans Netz gehen lassen.
Ihr Urteil: Die CDU habe in den letzten Jahren besonders stark versagt. Und erst dann kam von ihr auf Aufforderung des Moderators die Frage an Laschet: „Wenn Sie als Kanzler gewählt werden, was sind Ihre Sofortmaßnahmen in den ersten 100 Tagen?“ Es stehe außer Frage, dass es so nicht weitergehen könne, legte die Schülerin nach. Auf die Frage selbst war Laschet aber schon vorbereitet, denn er hatte bereits am Montag die Klima-Maßnahmen im Falle eines Sieges präsentiert. Die Vorwürfe der Schülerin parierte er ebenfalls mit Argumenten.
Schon zuvor war aber den Twitter-Nutzern aufgefallen, dass Stimming für die Fragerunde von der sogenannten Aktivistinnen-Agentur geschult wurde. Der FAZ-Journalist Philip Plickert wies unter anderem auf den Tweetwechsel zwischen der Gründerin der Agentur Emily Laquer und der Schülerin. „Dank des Trainings bin ich ja jetzt super vorbereitet, um ihn fertig zu machen“, bedankt sich Stimming bei Laquer mit Blick auf Laschet. Gemeint ist ein Talkshowtraining unter dem Motto „Hart aber links“ von Laquer.

Laquer-Organisation als linksextremistisch eingestuft

Dabei ist Laquer Sprecherin der Organisation „Interventionistische Linke“, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und als linksextremistisch eingestuft wird. Während des G20-Gipfels 2017 hatte die Organisation etwa gegen Krieg und Gewalt protestiert, sich aber nicht von Gewalt als Protestform distanziert.
Aus einem Tweet von Laquer geht auch hervor, dass insgesamt drei von „Hart aber Links“ trainierte Aktivisten bei der ARD-Wahlarena waren. Laquer freute sich, dass „die rechte Bubble tobt“. Es sei alles richtiggemacht, „wenn Nazis haten“, schrieb sie weiter.
Die ARD hat sich zu dem Vorfall noch nicht geäußert. Es schade aber der Glaubwürdigkeit einer Talkshow oder „Wahlarena“ (und speziell im ÖR) ungemein, wenn „das Publikum nicht aus normalen Bürgern besteht, sondern darunter linksradikale Aktivisten sitzen“, kritisierte etwa der FAZ-Journalist Plickert. Andere Nutzer warfen der ARD vor, das Publikum im Saal nicht nach dem Sendungskonzept „repräsentativ“ ausgesucht zu haben.
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