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OVKS fordert Ende der Gewalt in Afghanistan

© SNA / Außenministerium Russlands / Zur BilddatenbankOVKS-Ministertreffen in Duschanbe е
OVKS-Ministertreffen in Duschanbe е - SNA, 1920, 15.09.2021
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Nach der Machtübernahme der Taliban* in Afghanistan ruft die Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS) die afghanischen Konfliktparteien zum Verzicht auf Waffengewalt auf. Die neue Regierung in Kabul solle für die Sicherheit der Zivilisten sorgen, fordern die OVKS-Staaten in einer gemeinsamen Erklärung.
Am Mittwoch haben die Außenminister, die Verteidigungsminister und die Sicherheitsratssekretäre der OVKS in einer Sitzung in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe eine gemeinsame Erklärung zu Afghanistan verabschiedet. Darin appellieren sie an alle „ethnisch-konfessionellen Gruppen“ in dem Kriegsland, „auf die bewaffnete Konfrontation zu verzichten, alle notwendigen Maßnahmen für eine Normalisierung der Lage und zum Schutz des zivilen Lebens zu ergreifen“, wie OVKS-Generalsekretär Stanislaw Sas mitteilte.
Freiheitsstatue in New York (Archivbild) - SNA, 1920, 15.09.2021
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Außerdem fordern die OVKS-Staaten Schritte, um Frieden am Hindukusch wiederherzustellen, die Wirtschaft anzukurbeln, Terrorismus und Drogenkriminalität zu bekämpfen. Das Bündnis erklärt sich ferner bereit, Afghanistan „auf dem Weg zu einem friedlichen, stabilen, blühenden, terror- und drogenfreien Land“ zu unterstützen und zugleich für die Sicherheit seiner eigenen Mitglieder mit den verfügbaren Mitteln zu sorgen. Die OVKS appelliert auch an die Weltgemeinschaft, humanitäre Hilfseinsätze für die Afghanen zu erweitern.
In Afghanistan konnten die militanten Taliban* nach Beginn des internationalen Truppenabzugs im Mai im Laufe von wenigen Monaten das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringen. Nach der Übernahme der Hauptstadt Kabul am 15. August erklärten die Islamisten den Krieg für beendet. Mit der Eroberung der kleinsten Provinz Pandschir im Osten des Landes fiel Anfang September auch die letzte Widerstandsbastion an die Taliban.
Dem 1992 gegründeten Sicherheitsbündnis gehören sechs Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion an: Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgistan, Russland und Tadschikistan.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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