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Japanische und südkoreanische Militärkräfte: Nordkorea feuert zwei ballistische Raketen ins Meer ab

© AFP 2021 / Jung Yeon-JeNordkorea feuert zwei ballistische Raketen ab
Nordkorea feuert zwei ballistische Raketen ab - SNA, 1920, 15.09.2021
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Wenige Tage nach dem Test der Marschflugkörper soll Nordkorea nun zwei Raketen vor seiner Ostküste in Richtung Japanisches Meer abgeschossen haben, bei denen es sich anscheinend um Ballistik-Flugkörper handelt. Das meldete die japanische Küstenwache am Mittwoch. Auch das südkoreanische Militär bestätigte diese Information.
Zuvor war bekannt geworden, dass um 12:38 Uhr (Ortszeit) eine Rakete vom Territorium Nordkoreas abgefeuert wurde. Die japanische Regierung hält es für möglich, dass diese ballistisch war. Später bestätigte Japans Maritime Safety Administration einen zweiten Raketenstart aus Nordkorea, wie der Nachrichtensender NHK berichtete.
Der japanische Premierminister, Yoshihide Suga, bezeichnete den Raketenstart als „empörend“ und verurteilte die Aktion als „Bedrohung des Friedens und der Sicherheit Japans und der Region“:
„Sie verstoßen gegen die Entscheidungen des UN-Sicherheitsrats. Wir drücken unseren entschiedenen Protest aus und verurteilen [ihre Handlungen] auf das Schärfste.“
Ferner sprach sich der Minister dem Nachrichtensender CNBC zufolge dafür aus, dass Japan eng mit den USA, Südkorea und anderen betroffenen Nationen zusammenarbeitet, um „das Leben unserer Bürger und ihr friedliches Leben entschlossen zu schützen“.
Des Weiteren wies er an, dringend den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen und Daten zu sammeln, um auf mögliche unvorhergesehene Situationen vorbereitet zu sein.
Darüber hinaus teilte der Vereinigte Generalstab (JCS) in Südkorea mit, dass Nordkorea zwei ballistische Raketen in die Ostsee abgeschossen habe. Der bislang nicht identifizierte Raketentyp sei am Mittwochnachmittag aus zentralen Binnengebieten des Nordens abgefeuert worden, bestätigte die Behörde in einer Pressemitteilung. Nun führen die südkoreanischen und die eingeschalteten US-Geheimdienste detaillierte Analysen durch, um zusätzliche Informationen zu erhalten.
„Die Armee (Südkoreas – Anm. d. Red.) hat ihre Überwachung intensiviert sowie die Wachsamkeit erhöht und hält in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten weiterhin eine vollständige Alarmbereitschaftshaltung aufrecht“, bestätigte die JCS.

Erste Reaktionen

In einer Erklärung sprach das US-Indopazifik-Kommando vor diesem Hintergrund jüngst von einer womöglich geringeren Bedrohung für sein Land, hob zugleich aber zerstörerische Auswirkungen des nordkoreanischen Waffenprogramms für die benachbarten Länder hervor:
„Wir wissen von dem Raketenstart und beraten uns eng mit unseren Verbündeten und Partnern. Obwohl wir der Ansicht sind, dass dieses Ereignis keine unmittelbare Bedrohung für das US-Personal oder -Gebiet oder unsere Verbündeten darstellt, hebt der Raketenstart die destabilisierenden Auswirkungen des illegalen Waffenprogramms Nordkoreas hervor. Die USA werden sich weiterhin entschieden für die Verteidigung der Republik Korea und Japans einsetzen.“
Professor an der Ewha-Universität in Seoul, Leif-Eric Easley, wies seinerseits laut CNBC darauf hin, dass die Raketentests den internationalen Hoffnungen auf einen Dialog widersprächen und Nordkorea weiterhin Raketen entwickle, angetrieben von Sicherheitsstrategien und technischen Faktoren.

Nordkorea testet neue Langstrecken-Rakete

Nordkorea hatte am Montag mitgeteilt, am Wochenende einen neu entwickelten Marschflugkörper mit großer Reichweite getestet zu haben. Die Staatsmedien des Landes bezeichneten die Rakete als „strategische Waffe von großer Bedeutung“ und deuteten an, dass sie mit der Absicht entwickelt wurde, sie mit nuklearen Sprengköpfen zu bewaffnen.
Den Angaben der nordkoreanische Agentur KCNA zufolge flogen die Raketen knapp über zwei Stunden lang über dem Festland und den Gewässern Nordkoreas und trafen Ziele in 1500 Kilometern Entfernung. Abschließend seien am Wochenende detaillierte Tests von Raketenteilen, eine Vielzahl von Triebwerkstests am Boden, Kontroll- und Lenkungstests erfolgreich durchgeführt worden.
Pjöngjang - SNA, 1920, 30.08.2021
IAEO: Nordkorea fährt Atomreaktor offenbar wieder an
Experten sagen, der nordkoreanische Test deute darauf hin, dass Nordkorea darauf drängt, sein Waffenarsenal inmitten einer ins Stocken geratenen Nukleardiplomatie zwischen Pjöngjang und Washington zu verstärken.
Anders als bei Marschflugkörpern ist das Testen ballistischer Flugkörper durch die Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zum nordkoreanischen Waffenprogramm ausdrücklich verboten. Nordkorea testet seit vielen Jahren Raketen mit verschiedenen Reichweiten und entwickelt Langstreckenraketen.
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