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Kuchen und Bananenbrot – Klimawandel ist nicht der Hit in britischen Fernsehshows

© CC0 / Maria_Domnina / PixabayFernbedienung (Symbolbild)
Fernbedienung (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.09.2021
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Das Wort „Kuchen“ wurde in britischen TV-Shows 2020 laut einer Studie zehn Mal häufiger erwähnt als „Klimawandel“. Das Wort „Bananenbrot“ kam auf mehr Erwähnungen als „Windenergie“ und „Solarstrom“ zusammen. Die Studienautoren fordern von britischen TV-Sendern einen größeren Beitrag zur allgemeinen Klimadebatte.
Das ganze Jahr 2020 hindurch haben die Autoren der Studie die Untertitel aller Fernsehshows der sechs großen britischen Kanäle untersucht, darunter BBC, Sky, ITV und UKTV. In Auftrag gegeben wurde die Analyse von „Albert“, einem Nachhaltigkeitsprojekt der britischen Film- und Fernsehakademie BAFTA. Insgesamt sind die Untertitel von circa 400.000 Beiträgen ausgewertet worden. Nachrichtensendungen umfasste die Studie nicht.
Das Ergebnis: Der Begriff „Klimawandel“ wurde in den Unterhaltungssendungen rund 12.000 Mal gezählt, während das Wort „Kuchen“ rund 133.000 Erwähnungen fand. Die Wörter „Windenergie“ und „Solarstrom“ wurden 2020 mit 298 respektive 304 Erwähnungen sogar noch seltener genannt als im Jahr davor, wohingegen „Bananenbrot“ auf 770 Nennungen kam.
Dieser Rückgang bei klimarelevanten Themen wäre im Normalfall besorgniserregend gewesen. Aber nicht im Jahr 2020: „Das Jahr 2020 war kein normales Jahr“, sagt Carys Taylor, Direktorin des „Albert“-Projekts, laut „The Guardian“. Die Coronavirus-Pandemie habe die Medienprogramme bestimmt. Außerdem seien Dreharbeiten nur sehr eingeschränkt möglich gewesen, weshalb viele Sender 2020 notgedrungen auf Archivmaterial zurückgegriffen hätten.
Dennoch müsse das britische Fernsehen seiner kritischen Rolle in der Klimadebatte nachkommen, fordert Taylor:
„Jedes Programm kann seinen Teil dazu beitragen. Die kreativen Möglichkeiten der Sender bei der Unterstützung der Transition sind immens. Aber auch schon einfache Erwähnungen des Klimawandels in TV-Serien entfalten große Wirkung.“
Als Beispiel verwies Taylor auf die britische Motorshow „Top Gear“, die in einer ihrer letzten Folgen in jeder Episode ein E-Auto erwähnt habe.
Eines ist der Studienverantwortlichen besonders wichtig: „Wir respektieren die redaktionelle Unabhängigkeit und schreiben niemandem vor, was wie zu machen ist.“ Die Studie von „Albert“ diene lediglich zur Aufhellung des Sachverhalts und solle die Fernsehmacher animieren, eigene kreative Entscheidungen zu treffen.
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