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Gaspreis in Europa bricht alle Rekorde

© SNA / Konstantin MichaltschewskiGas im Haushalt
Gas im Haushalt  - SNA, 1920, 15.09.2021
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Der Gaspreis in Europa hat beim Handel am 15. September nach Angaben der Börse ICE Futures einen historischen Rekord gebrochen und 950 US-Dollar für 1000 Kubikmeter überstiegen. Seit Wochenbeginn nahm der Preis um 22 Prozent zu.
Seit Anfang des Monats ist ein Wachstum um 50 Prozent zu verzeichnen (gegenüber 614 Dollar am 1. September). Der Preis der Oktober-Futures auf dem TTF-Hub in den Niederlanden erreichte am Dienstag 966,35 Dollar pro 1000 Kubikmeter. Momentan verlangsamt sich der Anstieg und der Preis liegt bei 940 Dollar.
Laut Analysten der russischen Investmentbank VTB Capital ist der Preisanstieg auf eine stabile Nachfrage zurückzuführen, während die Gasspeicher in Europa nur zu 70,75 Prozent (gegenüber 93 Prozent im Vorjahr) befüllt sind und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückgegangen ist. Gleichzeitig stehen hohe Preise für Flüssiggas in Asien den massiven LNG-Lieferungen nach Europa im Wege.
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Wie Karen Kostanian, Chefanalyst für Öl- und Gas bei der Bank of Afmerica, gegenüber SNA mitteilte, sei der rapide Preisanstieg ein ernsthaftes Problem, sodass einige Länder begonnen hätten, den Strompreis für ihre Kunden zu regulieren. „Das Problem besteht darin, dass das Preiswachstum im ganzen Angebotsspektrum zu spüren ist. Das bedeutet, dass alle Energiearten teuer sind. Einige Regierungen haben schon begonnen, die Preise für Energie zu regulieren“, sagte Kostanian zu einem möglichen Einfluss hoher Gaspreise auf die Stromkosten für EU-Kunden im Winter. „
Die Gasmengen in europäischen Speichern sind niedrig zu Beginn der Heizsaison, während die Gaslieferungen aus Russland beschränkt sind und die LNG-Mengen nach Asien gehen. Wenn der Winter in Europa kalt wird, können die Preise weiter zunehmen“.
Einigen Experten zufolge könnte der Preis für 1000 Kubikmeter Gas unter bestimmten Bedingungen 1000 US-Dollar erreichen. Der Preis wird von der Lage auf dem asiatischen Gasmarkt, vom Wetter in Europa und der Frist der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 abhängen.
Wie der russische Gaskonzern Gazprom am Mittwoch unter Berufung auf den Gasinfrastruktur-Verband GIE mitteilte, befinden sich die Gasreserven in europäischen Untertagespeichern seit vielen Jahren auf einem sehr niedrigen Stand und sind derzeit nur zu 62 Prozent aufgefüllt. Die Auslastungslücke gegenüber dem Vorjahr beträgt dem Bericht zufolge 22,8 Milliarden Kubikmeter.
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