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Tür zu neuer Welt: Biontech mit mRNA-Technik für Deutschen Zukunftspreis nominiert

© AP Photo / Michael ProbstBiontech-Logo
Biontech-Logo - SNA, 1920, 15.09.2021
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Das Mainzer Unternehmen Biontech, das zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer als eines der ersten Unternehmen weltweit einen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2021 dank seiner neuartigen mRNA-Technik nominiert worden.
Die von Biontech beim Corona-Impfstoff bereits angewendete mRNA-Technik könnte, so die Hoffnung, künftig gegen viele weitere Krankheiten eingesetzt werden, etwa gegen Krebs oder Autoimmunleiden. Es öffne sich eine „Tür zu einer neuen therapeutischen Welt“, sagte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin.
Weitere für den Preis nominierte Teams haben eine neuartige Technik für bessere Computertomographie-Bilder entwickelt und alternativen Kautschuk hergestellt.
Die drei Forscherteams stellten ihre Entwicklungen am Mittwoch im Deutschen Museum in München vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 17. Dezember in Berlin. Sie zählt zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.
Einen Fortschritt bei der Diagnostik auch bei Corona-Infektionen verspricht eine neue CT-Technik. Ein quantenzählender Computertomograph, entwickelt von der Siemens Healthineers AG in Forchheim, biete bei 40 Prozent weniger Strahlen- und Kontrastmitteldosis doppelt so scharfe Bilder und eine feinere Gewebecharakterisierung, berichteten die Bewerber.
Das dritte Projekt betrifft die Produktion eines alternativen Kautschuks aus Russischem Löwenzahn als ökologisch verträgliche Alternative. Forscher der Universität Münster und des dortigen Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Oekologie IME entwickelten robuste Pflanzen für eine hohe Ausbeute. Die Reifen, produziert beim Hersteller Continental in Hannover, hätten vergleichbare Eigenschaften wie herkömmliche Produkte.
Coronavirus-Impfstoff (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.09.2021
Zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland mindestens einmal geimpft – RKI

MRNA-Cocktail verzeichnet erste Erfolge

Vorige Woche wurde berichtet, dass ein „mRNA-Cocktail“ laut einer vorklinischen Studie des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und des französischen Pharmakonzerns Sanofi gegen schwarzen Hautkrebs und Darmkrebs bei Mäusen wirkt. Dabei ging es nicht nur um den eigentlichen Tumor, sondern auch um verstreute Metastasen.
Der Wirkstoff-Mix wurde dabei den Nagern in die Stellen auf der Haut und im Darm gespritzt, wo die Tumoren sich befanden. Die Neubildungen hörten nicht nur auf zu wachsen, sondern entwickelten sich bei 17 von 20 Tieren komplett zurück, ohne dass die Forscher Nebenwirkungen hätten beobachten können. Obwohl die mRNA lokal gespritzt wurde, mobilisierte das auch das Immunsystem gegen Sekundärtumoren in den Lungen.
Das Forscherteam erwarte nun eine klinische Studie an Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren.
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