Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Wenn Scholz Bekenntnisse möchte, soll er in die Kirche gehen“: SPD und Linkspartei im „Nato-Streit“

© REUTERS / MICHAEL KAPPELERSPD-Kanzlerkandidat Ollaf Scholz
SPD-Kanzlerkandidat Ollaf Scholz - SNA, 1920, 14.09.2021
Abonnieren
Der verteidigungspolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Tobias Pflüger, hält eine neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und Linken nach der Bundestagswahl für möglich. Dennoch kritisiert er Sozialdemokrat Olaf Scholz für die „Bekenntnisse zur Nato“, die der Kanzlerkandidat von dem möglichen neuen Koalitionspartner fordert.
Angesichts des Umfrage-Hochs unter Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) wird seit Wochen über eine mögliche rot-grün-rote Bundesregierung nach der Bundestagswahl Ende September spekuliert. Scholz hat eine solche Koalition trotz mehrfacher journalistischer Nachfragen bis jetzt nicht definitiv ausgeschlossen.
Ein Streitpunkt in der eventuell neuen Regierung könnte sicherlich in Außen- und Sicherheitspolitik liegen. „Wie hält es ‚Die Linke‘ mit der Nato?“, war eine andere, oft gestellte Frage der letzten Tage an Vertreter dieser Partei.
Flagge Russlands und der EU - SNA, 1920, 18.06.2021
Geheime EU-Bedrohungsanalyse: „Russland explizit als Feind“ – MdB Pflüger
Tobias Pflüger, verteidigungspolitischer Sprecher der Linkspartei im Bundestag, verweigert laut einem aktuellen Gespräch mit dem „Deutschlandfunk“ das von SPD und Grünen geforderte Bekenntnis zur Nato als Voraussetzung für eine mögliche Koalition.

„Es ist so, dass Olaf Scholz von der Linken ja Bekenntnisse fordert. Und wenn er Bekenntnisse haben will, soll er in die Kirche gehen.“

Gleichzeitig hält der Linken-Politiker eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl weiterhin für denkbar und realistisch. Die Basis dafür sei vorhanden, sagte Pflüger.
Das Land brauche dringend einen Politikwechsel, forderte er eine neue Bundesregierung mit linken Inhalten.
Solche sehe Pflüger in einem „Ende der Auslandseinsätze“ sowie in Fragen über Abrüstung und Kürzungen der Militärausgaben. So forderte er, dass das Zwei-Prozent-Ziel der Nato nicht mehr die Leitschnur sein solle.
Annalena Baerbock (Archivbild) - SNA, 1920, 07.09.2021
Nicht „wegducken“: Baerbock will sich für Abzug der US-Atombomben aus Deutschland einsetzen
Zudem müsse ein atomwaffenfreis Deutschland angestrebt werden. Die Bundesrepublik dürfe auch keine Trägersysteme für Nuklearwaffen mehr zur Verfügung stellen. Damit meinte er beispielsweise die immer noch in Deutschland stationierten Atomwaffen des US-Militärs. Die Linke kritisiert diesen Umstand seit Jahrzehnten.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала