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Corona hin oder her: Hausärzte rufen parallel zur Influenza-Impfung auf

© CC0 / Semevent / PixabayUntersuchung (Symbolbild)
Untersuchung (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.09.2021
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Während die Warnungen vor einem kritischen Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst und Winter lauter werden, fordert der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, die Praxen auf, neben der Corona- auch die Grippeschutz-Impfung zu verabreichen. Dabei übt er Kritik am übermäßigen Fokus auf Inzidenzwerte.
„Das Wichtigste für den zweiten Corona-Herbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe“, teilte er der „Rheinischen Post“ am Dienstag mit.
Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. Es müsse daher alles daran gesetzt werden, dass auch hier den Praxen logistisch wie organisatorisch keine Steine in den Weg gelegt würden, so Weigeldt.
Es sei wünschenswert, dass die Corona- wie die Influenza-Impfung möglichst zeitgleich verabreicht werden könnten, sagte der Hausärzte-Chef weiter.
„Auf regionale Lieferengpässe, wie sie in der Vergangenheit oft der Fall waren, können wir zudem gut und gerne verzichten.“
Daneben bemängelte er den zugespitzten Blick auf Corona-Warnwerte dahingehend, dass ihn „der noch immer anhaltende Fokus auf täglich aktualisierte Inzidenz- oder Hospitalisierungs-Zahlen“ überrasche:
„Kaum eine Arztpraxis würde Entscheidungen je nach Impfquote oder Inzidenzwert jeden Tag neu austarieren – auch, weil diese leider weiterhin sehr ungenau sind und wenig über die individuelle Situation vor Ort aussagen.“

Aktuelle Corona-Lage in Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut aktualisierten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) aktuell bei 81,1. Am Vortag hatte der Wert 81,9 betragen, vor einer Woche bei 84,3.
Laut den jüngsten Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 6.325 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.089.476. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland stieg um 68 auf 92.686. Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut RKI auf etwa 3.841.800.
Nach einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes werden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr an die Inzidenz der Neuinfektionen gebunden, sondern an die Hospitalisierungs-Inzidenz. Diese spiegelt die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen stationär zur Behandlung aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner wider.
Als weitere Kriterien zur Bewertung der Infektionslage gelten die nach Alter differenzierte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen, die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten und die Anzahl der gegen Corona geimpften Personen.
Die Länder können dabei selbstständig entscheiden, welche Maßnahmen angemessen sind.
Für geimpfte, genesene oder getestete Personen gelten besondere Zugangsrechte zum Beispiel bei Veranstaltungen, in Krankenhäusern oder beim Sport in Innenräumen. Diese 3G-Regel haben Bund und Länder Anfang August beschlossen.
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