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Abschlussurteil liegt vor: Baerbock soll über 100 Mal abgeschrieben haben

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIWahlkampfplakate mit den drei Spitzenkandidaten für das Bundeskanzleramt (Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet) an einem Straßenrand in Berlin.
Wahlkampfplakate mit den drei Spitzenkandidaten für das Bundeskanzleramt (Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet) an einem Straßenrand in Berlin.  - SNA, 1920, 14.09.2021
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Laut einem Endbericht des Plagiatsjägers Stefan Weber soll Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in ihrem Buch mehr Stellen ohne Quellenangabe verwendet haben als bisher bekannt. Damit hat sie mehr „geklaut“ als Armin Laschet und Olaf Scholz in ihren Büchern.
Alle Berichte macht Weber auf seiner Webseite zugänglich. „Annalena Baerbock hat nicht an 100 Stellen plagiiert. Womöglich sind es 200 oder 300 oder noch mehr Stellen“, heißt es dazu. „Aber wir haben die Untersuchung nun bei 100 Stellen abgebrochen, weil das Vorgehen und das Ausmaß aus unserer Sicht hinreichend dokumentiert sind und wir nun genug unbezahlte Arbeitsstunden in das Projekt investiert haben.“
Es geht dabei um Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“. Es sei zu vermuten, schreibt Weber weiter in seinem Newsblog, dass sich in Baerbocks Buch kein originärer Gedanke befinde, sondern der Text ein Flickenteppich von irgendwo anders her sei. „Selbst in der Ich-Form formulierte Sätze wurden unzitiert übernommen“, so der österreichische Plagiatsjäger. Neu entdeckt seien illegitime Aneignungen aus zumindest drei Sachbüchern, darunter aus einem Sammelband der CDU/CSU, aus dem Buch eines SPD-nahen Wissenschaftlers und aus dem Buch einer FDP-nahen Unternehmerin worden.

Bei Laschet und Scholz offenbar viel weniger Plagiate

Nicht zuletzt erwähnt Weber, dass auch im Buch von Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet, „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“, bisher 17 „verwerfliche“ Stellen auffallen. Die Plagiate von Baerbock würden diese aber „wohl in den Schatten stellen“. Was den SPD-Hoffnungsträger Olaf Scholz und sein Buch „Hoffnungsland“ angeht, könne auch er „nicht ganz vom Plagiatsvorwurf ganz freigesprochen werden“. Von solchen Fragmenten wurden bei Scholz laut Weber aber bisher nur drei gefunden. Die Prüfung des Buches von Scholz sei jedoch nicht abgeschlossen.
Schüler (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.09.2021
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Annalena Baerbock hat sich bisher nicht zu den neuen Vorwürfen geäußert. Zuvor hatte sie jedoch mehrmals betont, dass sie „die Kritik ernst nimmt“. Sie habe in ihrem Werk bewusst auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen, gerade, wenn es um Fakten gehe, sagte die Grünen-Chefin im Juli in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Ihr Verlag, Ullstein, kündigte jedoch an, das Buch mit zusätzlichen Quellenangaben zu versehen.
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