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Weckruf der Weltbank: Über 200 Millionen Binnen-Klimaflüchtlinge bis 2050

Emissionen - SNA, 1920, 13.09.2021
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In den nächsten 30 Jahren könnte es weltweit mindestens 216 Millionen Klimaflüchtlinge geben, sollte die Politik nicht entschiedener gegen den Klimawandel vorgehen. Das belegt ein neuer Bericht der Weltbank von Montag.
Der Bericht „Groundswell 2.0“ modellierte die Auswirkungen des Klimawandels auf sechs Regionen und kam zu dem Schluss, dass bereits 2030 „Hotspots“ der Klimamigration entstehen und sich bis 2050 intensivieren und die ärmsten Teile der Welt am härtesten treffen würden, hieß es.
Allein in der Subsahara-Region Afrikas könnten 86 Millionen Menschen betroffen sein, weitere 40 Millionen Menschen könnten in Südasien, 49 Millionen in Ostasien und im Pazifik und 19 Millionen in Nordafrika vertrieben werden. Solche Bewegungen würden sowohl die Sende- als auch die Empfangsgebiete erheblich belasten und Entwicklungsgewinne gefährden, so die Berichtsautoren.
Zu den Effekten des Klimawandels gehören laut der Studie der Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion in bestimmten Landteilen, regionale Wasserknappheit und der Anstieg des Meeresspiegels. Konflikte sowie Gesundheits- und Wirtschaftskrisen, wie beispielsweise die Corona-Pandemie, könnten die Situation verschlimmern, erklärte die Bank. Und die Zahl der Klimamigranten könnte zudem viel höher sein, da der Bericht nicht alle Länder der Welt abdecke.
„Wir sind bereits in einem gewissen Maße an Erwärmung festgefahren, daher ist die Klimamigration Realität“, sagte Kanta Kumari Rigaud, die leitende Umweltspezialistin der Weltbank und eine der Mitautoren des Berichts. „Wir müssen unsere Treibhausgase reduzieren oder senken, um das Pariser Ziel zu erreichen, denn diese Klimafolgen werden eskalieren und das Ausmaß der Klimamigration erhöhen.“
Den Autoren zufolge sollen ihre Ergebnisse als Weckruf an regionale und nationale Regierungen und die Weltgemeinschaft angesehen werden, sofort zu handeln, um Treibhausgase zu reduzieren und Ökosysteme wiederherzustellen. Auf diese Weise könnten Binnen-Wanderungen um 80 Prozent auf 44 Millionen Menschen verringert werden.
Die Weltbank veröffentlichte 2018 einen ähnlichen Bericht. Damals warnte die Institution vor Klimamigration von 140 Millionen Menschen bis 2050.
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