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Einst ein US-Soldat in Afghanistan: Transgender-Kämpferin siegt bei MMA-Debüt in Florida

Ein Kampf - SNA, 1920, 13.09.2021
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Alana McLaughlin hat laut britischen Medien ihr Debüt als professionelle MMA-Kämpferin gegen die Französin Celine Provost erfolgreich bestritten. Wegen ihres früheren Engagements bei einer Sondertruppe der US-Armee konnte die 38-jährige Transgender lange Zeit keine Gegnerin für den Kampf finden.
Am Freitag besiegte McLaughlin ihre Gegnerin bei der „Combate Global“-Liga in Miami, Bundestaat Florida. Die erste von drei geplanten Runden endete für die Kämpferin mit einer Niederlage, aber bereits in der zweiten konnte McLaughlin die Französin durch einen sogenannten "Rear Naked Choke" vorzeitig zur Aufgabe zwingen.
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„Mehr als einmal fast fertig gemacht“ - McLaughlin reagiert auf Kritik

Mike Afromowitz, Kommunikations-Vize bei Combate, fand es überraschend, wie schwierig es gewesen sei, eine Gegnerin für McLaughlin zu finden, genauso wie eine Sporthalle, in dem sie trainieren könnte. Viele hätten abgelehnt, bevor Provost sich bereit erklärte, gegen McLaughlin anzutreten. Der ursprüngliche Kampf-Termin musste vom 6. August 2021 verschoben werden, als die Französin im Juli positiv auf Covid getestet wurde.
Celine Provost hatte eine vielversprechende Zukunft als Sportlerin, bis eine Knöchelverletzung sie im Alter von 18 Jahren für immer ins Abseits gedrängt hatte. Seit zehn Jahren trainiert sie mit Unterbrechungen MMA. Da Kämpfe dieser Sportart in Frankreich zwischen 2016 und 2020 verboten waren, entschied sie sich für einen zweijährigen Aufenthalt im Boxen.
Nach dem Kampf erhielt McLaughlin nach eigenen Angaben „viele Variationen der gleichen bösen Nachrichten“, in denen sie als Betrügerin bezeichnet werde. „Als ob ich nicht gerade anderthalb Runden lang verprügelt worden wäre“, teilte die Kämpferin am Sonntag via Instagram mit und forderte ihre Kritiker auf, ihrer Gegnerin „etwas mehr Respekt entgegenzubringen“.
„Sie (Celine Provost – Anm. d. Verf.) hat mich mehr als einmal fast fertig gemacht, und nach Punkten hat sie diese erste Runde definitiv gewonnen.“

Werdegang McLaughlins

„Im Moment trete ich in Fallons Fußstapfen“, sagte McLaughlin im Gespräch mit der Zeitung „Mirror“ im Hinblick auf Fallon Fox. Sie ist 2012 als Pionierin unter Transgender-Kämpferinnen auf der professionellen MMA-Bühne in den USA angetreten und endete ihre Karriere nach zwei Jahren mit nur einer Niederlage (5:1). „Ich bin nur ein kleiner Schritt auf dem Weg und es ist meine große Hoffnung, dass noch mehr folgen werden“, fügte McLaughlin hinzu.
„Wenn wir mehr Trans-Athleten sehen wollen, wenn wir mehr Möglichkeiten für Trans-Kinder sehen wollen, dann müssen wir uns einen Weg in diese Räume bahnen und es möglich machen“, so die Kämpferin.
McLaughlin wurde als Mann im amerikanischen Bundestaat South Carolina geboren und hieß früher Ryan. Nach Angaben der Zeitung „The Guardian“ versuchte sie über Jahre, Erwartungen ihrer religiösen Familie gerecht zu werden. Dafür trat sie unter anderem 2003 den US-Streitkräften bei.
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Dort legte McLaughlin an Muskelmasse zu, stieg in der Rangliste der Armee auf und wurde als Sanitätsfeldwebel einer Spezialeinheit als Teil eines zwölfköpfigen Eliteteams nach Afghanistan entsandt. Sie behandelte durch selbstgebaute Sprengvorrichtungen verletzte Menschen und führte unter ärztlicher Aufsicht sogar Amputationen durch.
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