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Neuer WDR-Moderatorin Teilnahme an israelfeindlicher Demo vorgeworfen

CC BY-SA 3.0 / R/DV/RS / FlickrWDR-Logo (Archivbild)
WDR-Logo (Archivbild) - SNA, 1920, 13.09.2021
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Die Ärztin und Journalistin Nemi El-Hassan fängt laut dem WDR bald als Moderatorin des Wissenschaftsmagazins „Quarks“ an. Auf die Mitteilung folgten Berichte anderer deutscher Medien, die umstrittene Details aus El-Hassans Vergangenheit entdeckt haben wollen.
Dem WDR zufolge präsentiert die 28-Jährige die Sendung erstmals Anfang November. Die Medienmacherin sei für ihre Arbeit für das Funk-Format „Jäger & Sammler“ mit dem Europäischen CIVIS Online Medienpreis ausgezeichnet und 2020 für den Grimme-Preis nominiert worden.
CC BY 2.0 / republica GmbH /Jan Zappner / FlickrNemi El-Hassan (i. d. Mitte) auf der re:publica in Berlin, 2016
Nemi El-Hassan (i. d. Mitte) auf der re:publica in Berlin, 2016 - SNA, 1920, 13.09.2021
Nemi El-Hassan (i. d. Mitte) auf der re:publica in Berlin, 2016
Jetzt sorgt aber ein Bericht der „Bild“-Zeitung für Aufsehen, in dem der Ärztin und Journalistin am Montag vorgeworfen wurde, sich mit Israel-Hassern solidarisiert zu haben. Das Blatt veröffentlichte ein Foto, das El-Hassan bei dem Berliner Al-Kuds-Marsch im Jahr 2014 zeigen soll. Während der Veranstaltung seien „kippatragende Juden angegriffen und die Vernichtung Israels gefordert“ worden, hieß es.
Darüber hinaus habe El-Hassan im Jahr 2015 in einem Erklärvideo der Bundeszentrale für politische Bildung erläutert, die Terror-Bedeutung des Wortes „Dschihad“ sei nur eine Missinterpretation. Sie verstehe unter diesem Wort etwas anderes: „freundlich sein“, „arbeiten“ und „geduldig sein“.
„Bild“ schrieb unter Berufung auf einen Islamwissenschaftler, El-Hassan habe den Begriff relativiert. Bei der Darstellung der Zeitung fehlt aber, dass im Video zwei verschiedene Bedeutungen des Wortes „Dschihad“ erklärt werden – eine bedeute Krieg, eine beziehe sich auf den Lebensstil.
Der WDR stellte sich laut dem Blatt hinter die Journalistin und verwies darauf, dass das BPB-Video „aus dem Kontext gerissen“ und „sechs Jahre alt“ sei. In dem vollständigen Beitrag könne die Redaktion „keine Relativierung erkennen“. Zur möglichen Teilnahme El-Hassans am Al-Kuds-Marsch soll der Sender sich nicht geäußert haben.
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