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„Schützen Sie sich selbst und andere“: Merkel appelliert an Bundesbürger

© AP Photo / Markus SchreiberBundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 12.09.2021
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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bundesbürger zum Auftakt einer landesweiten Impfaktionswoche aufgerufen, die Angebote für Corona-Impfungen zu nutzen und sich ohne Termin und kostenfrei impfen zu lassen.
„Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller“, sagte sie vor dem Start der Aktion an diesem Montag. Impfangebote werde es etwa bei den Freiwilligen Feuerwehren, in der Straßenbahn, am Rand von Fußballfeldern und in Moscheen geben. Jeder könne sich dann ohne Termin und kostenfrei impfen lassen. „Ich bitte Sie daher: Schützen Sie sich selbst und andere. Lassen Sie sich impfen“, appellierte die Bundeskanzlerin. Die Impfaktionswoche dauert bis zum 19. September.
Leider steige die Zahl der Neuinfektionen wieder, warnte Merkel in einem am Sonntag veröffentlichten Video-Podcast. Die große Mehrheit der Patienten, die im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt würden, sei ungeimpft. Um gut durch Herbst und Winter zu kommen, „müssen wir daher noch mehr Menschen überzeugen, sich impfen zu lassen“. Vier Millionen Menschen in Deutschland seien an dem Virus erkrankt und über 90.000 Menschen daran gestorben. Die Kanzlerin sprach von „Zahlen, die für enormes Leid und tiefe Trauer stehen“. Hinzu komme, dass viele Bürgerinnen und Bürger an den Spätfolgen der Erkrankung leiden würden.
Vor einem Jahr habe es noch keinen Ausweg aus der Pandemie gegeben, erinnerte Merkel. „Heute können wir genau diesen Ausweg anbieten: eine Impfung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen.“ Sie nannte es großartig, dass inzwischen mehr als 55 Millionen Menschen in Deutschland dieses Angebot angenommen hätten und über 50 Millionen davon sogar vollständig geimpft seien. „Das ist ein Riesenerfolg“, betonte sie.
Astrazeneca (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.09.2021
Dieser Covid-19-Impfstoff muss nicht gekühlt werden
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt kritisierte, es reiche nicht aus, wenn Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Woche zur Aktionswoche erkläre. „Es braucht jetzt eine breitflächige Informationskampagne, ab jetzt muss jede Woche zur Aktionswoche werden“, teilte sie in Berlin mit. Auch beim Umstieg auf die neuen 3G-Regeln mit Erleichterungen für Genesene, Geimpfte und Getestete mache die Bundesregierung massive Fehler. Es sei etwa unverständlich, warum in Schulen ein regelmäßiger Test erforderlich sei, am Arbeitsplatz jedoch nicht. „Statt deutschlandweit einheitliche Regelungen für einen geordneten Übergang zu schaffen, zieht die Bundesregierung vor der Wahl lieber den Kopf ein, lässt die Probleme liegen oder schiebt die Verantwortung erneut an die Länder ab.“
Göring-Eckardt nannte das Impfen eine Frage von Solidarität. Jeder habe das Recht, sich nicht impfen zu lassen. „Aber man hat nicht das Recht, dass alle Geimpften und der Rest der Gesellschaft und die Kinder darauf Rücksicht nehmen.“ Deshalb müsse, sollten wieder Einschränkungen nötig werden, um eine Überlastung des Gesundheitssystem zu verhindern, unterschieden werden zwischen Geimpften und Genesenen und nur Getesteten.
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