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Scholz und Laschet liefern sich Schlagabtausch über Geldwäsche

© AP Photo / Marius BeckerArmin Laschet und Olaf Scholz (Archivbild)
Armin Laschet und Olaf Scholz (Archivbild) - SNA, 1920, 12.09.2021
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat am Sonntagabend in einem TV-Schlagabtausch mit seinem Konkurrenten Armin Laschet (CDU) ein heftiges Wortgefecht geführt. Dabei ging es darum, wie Scholz mit den Ermittlungen gegen die Geldwäsche-Zentrale des Zolls und bei der Warburg-Bank umgegangen ist. Auch der Wirecard-Skandal wurde thematisiert.
Unions-Kanzlerkandidat Laschet attackierte Scholz im zweiten großen TV-Schlagabtausch der Kanzlerkandidaten in den Sendern ARD und ZDF scharf. Scholz warf Laschet im Gegenzug vor, Fakten bewusst zu verdrehen.
„Ich habe das getan, was zu tun ist, wenn man ein Amt hat“, sagte der Bundesfinanzminister.
„Es gibt viele Kriminelle, die Straftaten machen. Dafür beschuldigt niemand die Polizei.“
Die Moderatoren fragten Scholz, wie gefährlich die Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Verantwortliche der Geldwäsche-Zentralstelle des Zolls - FIU (Financial Intelligence Unit) - in seinem Ministerium sein könnten. Er antwortete, die Untersuchungen seien „zur Unterstützung dieser Erkenntnisgewinnung durchgeführt worden, und das hat gar nichts mit den Ministerien zu tun, wo das stattgefunden hat“. Die Ministerien hätten „alles gemacht, was in dieser Frage notwendig ist“.

Laschet unterstellt Scholz Schönrednerei

Laschet schaltete sich sofort erneut ein und warf Scholz Schönrednerei vor. „Sie haben die Aufsicht über (den Bereich) Geldwäsche“, hielt Laschet Scholz vor. Es sei unangemessen, wie der Minister im Zusammenhang mit den Durchsuchungen über die Justiz geredet habe. „Wenn die kommen, müssen Sie sagen, hier, ich lege alles offen, und denen nicht vorschreiben, wie sie zu arbeiten haben.“
Laschet warf Scholz auch vor, Millionen Kleinanleger hätten im sogenannten Wirecard-Skandal viel Geld verloren, weil er als Minister die Finanzaufsicht nicht richtig ausgerichtet habe. „Also ich sage Ihnen: Wenn mein Finanzminister so arbeiten würde wie Sie, hätten wir ein ernstes Problem“, kritisierte Laschet.
Scholz hielt Laschet daraufhin entgegen, dieser habe absichtlich einen falschen Eindruck erweckt. Auf nochmaliges Nachhaken von Laschet antwortete Scholz dann: „In meinem Hause war die Staatsanwaltschaft“, es habe aber keine Untersuchung im Hinblick auf sein Ministerium gegeben.
Olaf Scholz hält Rede im Bundestag - SNA, 1920, 12.09.2021
Union „hat keine eigenen Themen mehr“: Scholz wehrt sich gegen weiteren Druck wegen Zoll-Einheit

Erste Blitzumfrage zeigt: Scholz gewinnt das Triell

Nach Ergebnissen der Umfrage von Infratest Dimap hat Scholz das TV-Triell am Sonntag mit Armin Laschet und Annalena Baerbock klar gewonnen. Bei der Frage, wer am überzeugendsten war, stimmten 41 Prozent der Zuschauer für den SPD-Kanzlerkandidaten. 27 Prozent votierten für Laschet und 25 Prozent für Baerbock. Im ZDF kam Scholz auf 32 Prozent, Laschet auf 20 und Baerbock auf 26 Prozent.
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