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20 Jahre 9/11: Hunderttausende können von Spätfolgen betroffen sein

© REUTERS / U.S. Customs ServiceGround Zero (Archivbild)
Ground Zero (Archivbild) - SNA, 1920, 11.09.2021
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Nach offiziellen Angaben haben die Spätfolgen der Terroranschläge auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York Tausende Menschenleben gefordert. Laut dem amerikanischen Anwalt Michael Barasch könnte sich die wahre Zahl der Betroffenen als deutlich höher erweisen.
Neben rund 3000 Opfern wurden die Terroranschläge nach offiziellen Angaben für weitere 3000 Ersthelfer, Studenten, Anwohner und Arbeiter zum Verhängnis, weil sie damals den in der Luft enthaltenen Schadstoffen und Toxinen ausgesetzt gewesen waren und daraufhin an einer Krebserkrankung starben. Die Zahl der Menschen, die von den Spätfolgen der Anschläge tatsächlich betroffen sein könnte, geht aber laut Barasch in die Hunderttausende.
9/11 Memorial in New York City - SNA, 1920, 08.09.2021
Terroranschläge 9/11: Spätfolgen fordern nach zwei Jahrzehnten Tausende Menschenleben
Der Anwalt, der über 25.000 Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 vertreten hat, sprach in einem Interview am Samstag von rund 375.000 Menschen, die ein Anrecht auf Zahlungen aus dem speziellen Entschädigungsfonds für Opfer hätten.
Er sagte, dass viele Zivilisten, die in der Nähe von Ground Zero lebten, arbeiteten oder zur Schule gingen, und anschließend an schweren Erkrankungen litten, schlichtweg nicht wussten, dass sie einen Antrag beim 9/11-Fonds stellen könnten. Sie gingen davon aus, so Barasch, dass nur diejenigen, die als Ersthelfer nach Anschlägen vor Ort im Einsatz waren, dafür berechtigt seien. In vielen Fällen seien Betroffene bereits gestorben.
„In den ersten sechs, sieben Jahren waren 90 Prozent meiner Kunden Feuerwehrleute, Polizisten, Rettungssanitäter und Bauarbeiter“, sagte Barasch im Gespräch. In den letzten Jahren wären es dann aber ungefähr 50 zu 50, zwischen den Einsatzkräften und den Zivilisten. Barasch, selbst Krebsüberlebender, erzählte auch, dass sein Büro zwei Blocks vom Ground Zero entfernt sei und die Hälfte seiner Kollegen von damals an Krebs erkrankt seien.
„Das ist nicht verwunderlich. Wir haben denselben giftigen Staub eingeatmet wie die Feuerwehrleute und Polizisten in New York. Also erkranken wir an denselben 68 Krebsarten”, hatte Barasch gegenüber dem TV-Sender CNBC gesagt.
Nach offiziellen Angaben gingen beim Fonds seit 2011 mehr als 67.000 Anträge von Menschen ein, die sich am 11. September in der Nähe eines der Anschlagsorte befanden und in der Folge erkrankten. Alleine 3900 Entschädigungsanträge wurden im Namen von bereits Verstorbenen gestellt. Insgesamt knapp neun Milliarden US-Dollar wurden bereits an 40.000 Menschen ausgezahlt.
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