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Macron-Ohrfeiger aus Gefängnis entlassen – „Kein Bedauern“

© SNA / Aleksey Vitvitski / Zur BilddatenbankFrankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archivfoto)
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Archivfoto) - SNA, 1920, 11.09.2021
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Der Franzose Damien Tarel, der den Präsidenten Emmanuel Macron im Juni bei einem Außentermin ins Gesicht geschlagen hat und daraufhin zu mehreren Monaten Haft verurteilt worden ist, hat am Samstagmorgen nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis angegeben, seine Tat nicht zu bereuen. Das berichten französische Medien.
Damien Tarel sagte dem Sender BMF-TV, dass er „kein Bedauern“ über seine Tat habe und dass er an diesem Samstagnachmittag an der Demonstration „gegen die Gesundheitspässe“ teilnehmen werde.
„Ich habe viele Unterstützungsschreiben erhalten“, sagte er. „Ich denke, es ist der ganzen Unterstützung, vor allem durch die Zusendung von Büchern, zu verdanken, dass ich durchhalten konnte“, so Tarel weiter.
Zugleich gab er an, dass er gegen die körperliche Gewalt sei. Im Fall mit Macron sei es aber nur eine kleine Ohrfeige gewesen und er glaube, dass sich der Politiker sehr schnell davon erholt habe.
Tarel sagte auch, dass die Behörden die Franzosen mundtot machen wollten, und die Demonstrationen der einzige Weg sei, gegen ein solches Vorgehen aufzutreten.
Ein Gericht in Frankreich hatte Tarel zu insgesamt 18 Monaten Haft verurteilt, 14 davon wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Zuvor hatte der 28-Jährige vor einem Gericht in Valence erklärt, er sei ein Sympathisant der Rechten. Er habe Macron angegriffen, weil dieser für den Niedergang Frankreichs stehe.
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Wie der Radiosender „France Bleu“ berichtete, wurde Tarel zwei Stunden früher als geplant aus dem Gefängnis entlassen, um Gedränge vor dem Gebäude und unnötige Medienaufmerksamkeit zu vermeiden.

Ohrfeige für Macron

Anfang Juni, während seines Besuchs im Departement Drome im Südosten Frankreichs, hatte sich Emmanuel Macron einer hinter einer Sperre stehenden Gruppe von Menschen genähert, um mit ihnen zu sprechen. Dann schrie ein Mann: „Montjoie, Saint-Denis, à bas la macronie!“ („Nieder mit der Macronie!“) und schlug dem Präsidenten ins Gesicht.
Der Staatschef bezeichnete den Vorfall später als „ein isoliertes Ereignis“. „Wir müssen diesen Vorfall relativieren, das ist ein Einzelfall“, sagte Macron der französischen Zeitung „Le Dauphine Libere“. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ultra-gewalttätige Menschen die öffentliche Debatte übernehmen, sie haben es nicht verdient“, fügte er hinzu. Er werde sich trotzdem weiterhin mit den Bürgern treffen.
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