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Wegen Hassattacken: Streaming-Dienst Twitch verklagt Österreicher – Bericht

© AP Photo / Christophe EnaTwitch logo (Archivfoto)
Twitch logo (Archivfoto) - SNA, 1920, 11.09.2021
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Die US-Streaming-Plattform Twitch hat Berichten zufolge zwei Nutzer aus Österreich und den Niederlanden verklagt, weil diese rassistische und homophobe Hasskampagnen gegen Streamer organisiert haben sollen.
Demnach waren oft Mitglieder ethnischerMinderheiten oder der LGBTQ-Gemeinschaft Ziele der Hassangriffe der beiden Nutzer. Laut der bei einem Zivilgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift verlangt die Plattform von den beiden Nutzern Schadenersatz in unbestimmter Höhe.
Statt der echten Namen der verklagten Nutzer habe Twitch in den Gerichtsdokumenten nur deren Accountnamen genannt, hieß es. Hinter dem Account „CreatineOverdose“ verbirgt sich demnach ein User aus Wien. „CruzzControl“ soll in den Niederlanden leben. Die richtigen Namen musste Twitch demnach noch herausfinden und wollte sie nachreichen.
Die beiden sollen sich seit August bei ihren Hassattacken koordiniert haben. Laut Twitch fluteten sie über Bot-gesteuerte Accounts die Chatverläufe der angegriffenen Nutzer mit „rassistischer, sexistischer und homophober Sprache“. Bots sind Programme, die schnell und automatisch Nachrichten oder andere Inhalte absenden können.
Laut Twitch schickten sie dutzende Hassbotschaften pro Minute ab, was eine Moderation der angegriffenen Chats unmöglich machte. Twitch hatte der Klageschrift zufolge die Original-Accounts der verklagten Nutzer gesperrt – doch diese erstellten sich neue Konten, unter denen sie ihre Angriffe fortsetzten. Die beiden gehören demnach einem ganzen Netzwerk von Nutzern an, die auf dem Streaming-Dienst Hass verbreiten.
Das zum US-Digitalriesen Amazon gehörende Twitch wurde als Plattform für das Streamen von Computerspielen groß und ist auch in Europa weit verbreitet, vor allem unter männlichen Jugendlichen. Die Streamer filmen sich beim Spielen und können mit anderen Nutzern interagieren. Wegen der zunehmenden Hasskampagnen hatten vergangene Woche zahlreiche Nutzer aus Protest die Plattform boykottiert, berichteten Medien.
Vor allem weibliche, nicht-weiße und LGBTQ-Spieler würden sich seit Monaten darüber beschweren, dass die Plattform es nicht schaffe, die Hassbotschaften zu stoppen, gleichzeitig aber die Hälfte der Einnahmen der Streamer behalte. Twitch erklärte, dass es an der Verbesserung der Programme zum Schutz von Nutzern vor Missbrauch arbeiten würde.
Rad-Sportdirektor Patrick Moster - SNA, 1920, 29.07.2021
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