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Chef von ukrainischem Gaskonzern warnt Deutschland vor russischer geopolitischer Waffe

© SNA / Dmitri Leltschuk / Zur BilddatenbankBau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland (Archiv)
Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland (Archiv) - SNA, 1920, 11.09.2021
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Deutschland wird dem Chef des ukrainischen staatlichen Energiekonzerns Naftohas Jurij Witrenko zufolge bald erfahren, wie Russland Gas als eine geopolitische Waffe einsetzt. Dies teilte er auf dem Forum „Yes Brainstorming“ am Samstag mit.
„Was wird Europa diesen Winter tun? Die Nord Stream 2 AG hält die europäische Gesetzgebung nicht ein, Gasreserven sind auf einem historischen Minimum, und Russland erpresst. Wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte wird Deutschland doch spüren, wie es ist, wenn Gas als eine geopolitische Waffe gegen Deutschland eingesetzt wird, gegen solche grundlegenden Bausteine der deutschen Gesellschaft wie Rechtsstaatlichkeit."
Die Vereinigten Staaten könnten laut Witrenko den Betrieb der Gaspipeline Nord Stream 2 auch nach ihrer Inbetriebnahme blockieren, wenn sie Sanktionen verhängen würden.
Falls die US-Regierung Sanktionen einsetze, würden europäische Unternehmen kein Gas über diese Pipeline beschaffen, so Witrenko. Somit würde Nord Stream 2 nicht funktionieren.
Der russische Konzern Gazprom gab am Freitag die Fertigstellung der Gasleitung Nord Stream 2 bekannt. Durch Nord Stream 2 sollen künftig bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland und in weitere EU-Länder fließen. Das Projekt mit einem geschätzten Wert von 9,5 Milliarden Euro wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt, deren einziger Aktionär der russische Staatskonzern Gazprom ist. Seine europäischen Partner – Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall – finanzieren das Projekt jeweils mit 950 Millionen Euro und decken somit die Hälfte der Kosten. Die USA stemmen sich gegen das Projekt, weil sie darin eine Konkurrenz für ihr Flüssigerdgas sehen, und haben Nord Stream 2 jahrelang mit Sanktionen bekämpft. Zu den Projektgegnern zählen auch einige europäische Staaten und das Transitland Ukraine.
Die Fertigstellung von Nord Stream 2 - SNA, 1920, 10.09.2021
Gazprom: Nord Stream 2 ist fertig
Moskau bezeichnet Nord Stream 2 als ein Wirtschaftsprojekt, das im Interesse Russlands und der EU liege, und hatte mehrmals vor seiner Politisierung gewarnt. Russland verspricht, auf die Ukraine als Gastransitland auch nach dem Ende des aktuellen Transitabkommens im Jahr 2024 nicht verzichten zu wollen.
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