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Deutsch-russisches Tierbeobachtungs-Projekt „Icarus“: Leiter ist mit Anlauf zufrieden

© SNA / Ilja Najmuschin / Zur BilddatenbankVögel über dem Jenissei-Strom in Sibirien (Archiv)
Vögel über dem Jenissei-Strom in Sibirien (Archiv) - SNA, 1920, 10.09.2021
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Der Biologe Prof. Dr. Martin Wikelski von der Universität Konstanz hat das von ihm geleitete deutsch-russische Forschungsprojekt „Icarus“ zur Tierbeobachtung aus dem All ein Jahr nach dessen Start positiv bewertet, meldet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Freitag.
An „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) sind unter anderem auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt. Das Projekt laufe viel besser als gedacht, sagte Wikelski laut der DPA. Man habe das System vorher nicht wirklich testen können und sehe nun erst im Weltall, dass es funktioniere.
Für das Projekt wurden Tausende Tiere mit kleinsten Sendern versehen, die ihre Daten an die Raumstation ISS schicken. Damit wollen die Forscher etwa das Zugverhalten von Vögeln untersuchen. Der wissenschaftliche Betrieb des Projekts hatte am 10. September 2020 begonnen.
Mittlerweile ist es Wikelski zufolge möglich, ganze Tierarten weltweit zu verfolgen. In einem nächsten Schritt sollen die Sender der Tiere nun noch kleiner und leichter werden und auch selbst einfache Berechnungen anstellen können, um so die zu übertragenden Daten noch geringer zu halten.
Der Projektleiter sieht in „Icarus“ noch viel Potential. So könne man etwa anhand von Messdaten von Geiern im Himalaya Wetterdaten generieren, wohin keine Wettersonde je komme. Auch im Kampf gegen Wilderer oder zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen sollen die massenhaft verteilten Kleinstsender helfen, Bewegungen von Tieren zu analysieren.
Auch zur Verhinderung einer weiteren Pandemie könnte das Tiermonitoring mittels des Forschungsprojekts hilfreich sein, so die Nachrichtenagentur, unter Verweis auf den deutschen Biologen. Das Projekt kann Aufschluss über Wanderungsbewegungen von Tieren und so auch Hinweise zur Übertragung von Krankheitserregern auf Menschen geben.
Luftfoto von einem Herd von Kühen - SNA, 1920, 31.12.2020
Deutsch-russisches Projekt „Icarus“: Blick aus dem Weltall auf die Tierwelt der Erde
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