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Irans Atomwaffe: Israel warnt vor „Salami-Effekt“

© REUTERS / Russian Foreign MinistryIsraels Außenminister Jair Lapid
Israels Außenminister Jair Lapid - SNA, 1920, 10.09.2021
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Der Nahe Osten wird laut dem israelischen Außenminister Jair Lapid von einem „Salami-Effekt“ heimgesucht werden, falls der Iran sich Atomwaffen anschaffen sollte – es wird zu einer schrittweisen Verschlechterung der Situation und einem Atomwettrüsten in der Region kommen.
Über das iranische Atomprogramm macht sich laut Lapid nicht nur Israel Sorgen, sondern auch die nächsten Nachbarn des Irans, darunter Saudi-Arabien, die VAE und Bahrain.
„Die Menschen sollten verstehen, dass im Nahen Osten ein nukleares Wettrüsten beginnt, falls der Iran Atomwaffen bekommt. Mit der Entwicklung werden Saudi-Arabien, Ägypten, die Türkei – alle - beginnen“, sagte der israelische Minister gegenüber SNA.
„Hinzu kommt der Aufstieg des radikalen Islamismus in Afghanistan, einem Nachbarland des Atomwaffenlandes Pakistan. Und es wird sofort klar, dass unsere Befürchtungen nicht grundlos sind. Es wird das entstehen, was einem ‚Salami-Effekt‘ ähnelt (allmähliche Verschlechterung der Lage – Anm. d. Red.).“ Man müsse sicherstellen, dass dies nie passiere, forderte Lapid.
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Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben zuvor ihre Besorgnis geäußert, dass der Iran nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sein Uran schon auf 20 Prozent angereichert und die Kapazitäten zur Anreichung auf 60 Prozent massiv ausgebaut hat. Russlands Außenministerium äußerte in diesem Kontext, dass diese Handlungen Teherans das 2015 geschlossene internationale Abkommen für eine zivile Nutzung der Atomenergie verletzen, seien aber in vielem auf den fehlenden Fortschritt bei der Wiederherstellung des Deals zurückzuführen.
Die 2015 in Wien international geschlossene Vereinbarung zwischen dem Iran, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland sollte Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft gestatten, aber die Entwicklung von Kernwaffen verwehren. Darin verpflichtete sich der Iran, sein Atomprogramm herunterzufahren; im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.
Im Mai 2018 stiegen die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Daraufhin kündigte der Iran eine etappenweise Abkehr von seinen Verpflichtungen ab 2019 an.
Russland bemüht sich um die Rettung des Deals. Wie der Ständige Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, zuvor mitgeteilt hat, sei die Arbeit zur Wiederherstellung des Abkommens zu fast 90 Prozent abgeschlossen, es seien nur politische Momente übrig geblieben, die mit den Verpflichtungen der USA und demverbunden sind, wie Washington sie künftig einhalten wird. Die Verhandlungen darüber wird schon die neue Regierung in Teheran führen, die nach der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Ebrahim Raisi gebildet wurde.
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