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Schimpfwort in Pobacke geritzt: Schwuler in Madrid widerruft Aussage zu vermeintlichem Angriff

© REUTERS / SERGIO PEREZLGBT-Unterstützer protestieren in Madrid gegen Anfeindungen und Angriffe auf sexuelle Minderheiten.
LGBT-Unterstützer protestieren in Madrid gegen Anfeindungen und Angriffe auf sexuelle Minderheiten.  - SNA, 1920, 09.09.2021
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Ein angeblicher gewaltsamer Angriff auf einen Homosexuellen in Madrid durch Vermummte hat in Spanien für Entsetzen gesorgt. Wie Medien berichteten, hat das vermeintliche Opfer jedoch kürzlich zugegeben, dass es zu einem Übergriff auf ihn gar nicht gekommen sei.
Der 20-Jährige hatte zunächst behauptet, die Angreifer hätten ihn nicht nur verprügelt, sondern auch mit einem Messer das Wort „maricón“ (Schwuler) in seine Pobacke geritzt. Bei einer erneuten Befragung durch die Polizei habe er dann eingeräumt, dass der angebliche Angriff gar nicht stattgefunden habe und ein Freund ihm das Wort mit seiner Zustimmung in den Po geritzt habe, berichteten die Zeitung „El País“ und der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizei.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte wegen des vermeintlichen Angriffs und anderer tatsächlicher gewalttätiger Übergriffe auf Homosexuelle angekündigt, seine Regierung werde alles in ihrer „Macht stehende tun, um Hassverbrechen zu verhindern“. Im Parlament in Madrid rief der sozialistische Politiker die Abgeordneten auf, einen Anfang des Jahres eingebrachten Gesetzentwurf zur Gleichbehandlung von Minderheiten so schnell wie möglich zu verabschieden.
Nach Einschätzung von Menschenrechtlern gibt es in mehreren Landesteilen immer wieder organisierte Attacken auf Homosexuelle und auch auf Angehörige anderer Minderheiten. Das Innenministerium der Region Katalonien sprach am Mittwoch von einer regelrechten „Jagd“. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden in ganz Spanien bereits 43 Prozent mehr Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten erfasst als im gesamten Vorjahr.
LGBT-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.09.2021
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