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Gefährliche Operation: Ärzte in Nowosibirsk entfernen deutschem Patienten komplizierten Hirntumor

© AFP 2021 / Valery TiteyevskyForschungszentrum
Forschungszentrum  - SNA, 1920, 09.09.2021
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Ärzten des National Medical Research Center in Nowosibirsk ist es gelungen, bei einem deutschen Patienten einen großen Hirntumor zu entfernen. Zuvor war in Deutschland eine Operation wegen zu hoher Risiken abgelehnt worden. Das teilte der Pressedienst des medizinischen Zentrums mit.
Die Neubildung befand sich in einem funktionell signifikanten Bereich, der für die Bewegung der linken Extremitäten verantwortlich ist.
Bei dem Patienten handelt es sich um einen 35-jährigen deutschen Staatsbürger, der an epileptischen Anfällen litt sowie einen Tumor in der rechten Gehirnhälfte hatte. Chirurgische Eingriffe an solchen Stellen gehen in der Regel mit einem hohen Risiko irreversibler neurologischer Veränderungen einher, nämlich dem Funktionsversagen des linken Arms und Beins.
Deutsche Kliniken sollen ihm eine Strahlen- und Chemotherapie angeboten haben, die den Betroffenen letztlich aber nicht von Anfällen hätte befreien können.
Auf der Suche nach einem zweiten medizinischen Gutachten kontaktierte der Patient die Spezialisten des Meschalkin-Zentrums, die über umfangreiche Erfahrungen in der radikalen Chirurgie von Hirntumoren verfügen. In der neurochirurgischen Abteilung werden jährlich über 150 Patienten mit diesem Problem behandelt. Nach Sichtung der medizinischen Unterlagen des Patienten und Abwägung aller Risiken, hatten die Ärzte den Mann zur chirurgischen Behandlung eingeladen.
„Angesichts der Lokalisation des Tumors war eine Operation notwendig. Die Geschwulst musste so entfernt werden, dass dabei die funktionswichtigen Strukturen des Gehirns nicht geschädigt werden. Eine falsche Bewegung hätte zu irreversiblen Folgen führen können. Das Risiko postoperativer neurologischer Störungen konnte durch ein neurophysiologisches Monitoring während des Eingriffs minimiert werden, da es ermöglicht, die für die Bewegung verantwortlichen Bahnen in Arm und Bein zu kontrollieren und den Tumor durch Annäherung auf mehrere Millimeter zu entfernen“, erklärte der für die Operation zuständige Neurochirurg, Sergej Wladimirowitsch Tschernow.
Die Ärzte verwendeten dabei ein Computer-Navigationssystem (Neuronavigation) und ein modernes Operationsmikroskop, ohne dass das umliegende Gewebe geschädigt wurde. Die Technologien haben es den Spezialisten ermöglicht, im Bereich der chirurgischen Behandlung genau zu navigieren, um den Zugang zum Tumor zu optimieren. Nach den Ergebnissen der histologischen Untersuchung wurde festgestellt, dass die Bösartigkeit des Tumors nur gering war.
Nun sollte sich der Mann einer Chemotherapie unterziehen, um eine Neubildung zu verhindern.
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