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Disproportion bei Botschaftspersonal? Moskau kritisiert Washingtons Haltung

© SNA / Maxim BlinovAußenministerium Russlands (Archivfoto)
Außenministerium Russlands (Archivfoto) - SNA, 1920, 09.09.2021
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Russland hat laut dem stellvertretenden russischen Außenminister Sergej Rjabkow den USA konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um die Situation mit den Diplomaten „auf Null zu setzen“. Allerdings bevorzugt Washington ihm zufolge, sich zu verstellen sowie zu klagen, um auf diese Weise den Eindruck von Diskriminierung zu erzeugen.
Zuvor hatte der Botschafter der USA in Moskau, John Sullivan, die Meinung geäußert, dass die Zahl der in den Vereinigten Staaten eingesetzten russischen Diplomaten zu der Zahl ihrer US-amerikanischen Kollegen in Russland nicht proportional sei. Sullivan rief dazu auf, die Situation auszugleichen.
Rjabkow erinnerte seinerseits an die Position des russischen Außenministeriums, dass amerikanische Kollegen nichts daran hindere, so viele Mitarbeiter auf lange Dienstreisen nach Russland zu schicken, wie sie es für nötig hielten – im Rahmen der vor einigen Jahren festgelegten Grenze von 455 Personen.
„Stattdessen haben sie die konsularischen Dienstleistungen eingeschränkt, Visa werden nicht ausgestellt. Und da unseren Mitarbeitern, die ausreisen müssen, um die in den USA Arbeitenden zu ersetzen, keine Visa ausgestellt werden, stellen wir laut dem natürlichen Prinzip der Gegenseitigkeit unsererseits keine Visa an amerikanische Mitarbeiter aus“, sagte Rjabkow.
Er betonte, die russische Seite habe den USA „einen Austausch, eine vollständige Nullsetzung dieser gesamten Situation und einen Neuanfang“ vorgeschlagen.
Die aktuelle Situation sei nicht normal, so Rjabkow. Die Vereinigten Staaten würden sich aber lieber beschweren und der Öffentlichkeit den falschen Eindruck vermitteln, dass Russland in den Vereinigten Staaten über viel mehr Personal verfüge.
„Aber wir arbeiten dort (in den USA – Anm. d. Red.) auch in die UN-Richtung“, betonte Rjabkow. „Wenn sie wollen, können sie hier 455 Leute haben. Obwohl es in Moskau oder anderswo in Russland kein UN-Hauptquartier gibt“, fuhr er fort.
„Dies ist ein endloser Streit ... Am einfachsten ist es, auf diese künstlichen Verknüpfungen und Versuche, etwas auf Kosten eines anderen zu erwerben, zu verzichten. Nur Parität. Nur Gegenseitigkeit. Dies sind die einzig möglichen Prinzipien, um mit ihnen in diese Richtung zu arbeiten, sowie in viele andere“, so der Diplomat abschließend.
US-Botschaft in Moskau - SNA, 1920, 27.08.2021
US-Botschafter gegen zahlenmäßige Disproportion zwischen russischen und amerikanischen Diplomaten
Ende August hatte das russische Außenministerium sein Befremden darüber geäußert, dass die Botschaft der USA in Russland unter Berufung auf einen „Personalmangel“ faktisch russischen Bürgern keine Visa mehr erteilt.
Dabei hat der stellvertretende russische Außenminister, Sergej Rjbakow, wiederholt darauf verwiesen, dass Moskau keine Hindernisse in den Weg stellen würde, wenn die USA die russischen Mitarbeiter der Botschaft durch US-Bürger ersetzen und die Höchstgrenze von 455 Personalangehörigen beibehalten wollten.
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