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Neue Sitzordnung in Uni-Klinik Halle (Saale): Ungeimpfte sollen getrennt essen – Twitter reagiert

© CC0 / NickyPe / PixabayRestaurant (Symbolbild)
Restaurant (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.09.2021
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Ein Hinweisschild sorgt für Empörung im Netz: An der Uni-Klinik Halle (Saale) müssen nicht vakzinierte Mitarbeiter in der Kantine getrennt von ihren 2G-Kollegen sitzen. Nutzer sprechen gar von „Impf-Apartheid“. Über den Vorfall berichtete der „Nordkurier“.
Das Foto eines Hinweisschilds im Mitarbeiterrestaurant des Universitätsklinikums Halle (Saale) wurde in den letzten Tagen mehrmals in den sozialen Netzwerken verbreitet. 2G-Mitarbeiter, also Geimpfte oder Genesene, dürften demnach „im vorderen Bereich“ Platz nehmen. „Nicht immunisierte“ müssten dagegen „im linken Bereich“ „an den Zweier Tischen“ hinter Plexiglas sitzen. Die Regelung gilt in der Kantine nach Angaben des „Nordkuriers“ bereits seit zwei Monaten.
Viele Nutzer empörte die Formulierung. Einige sprachen sogar von „Impf-Apartheid“, „Rassentrennung“, „Selektion“ und zeigten sich schockiert: „Die Guten dürfen vorne sitzen, die Anderen nehmen hinten Platz. #Apartheid nennt man das“, „Rassentrennung war ein Verbrechen, und jetzt werden wir anscheinend Zeugen von einem weiteren Verbrechen“.
„Das sind Apartheid-Methoden! Aus Solidarität sollte das Mitarbeiter-Restaurant von allen gemieden werden. Unsagbar schlimm, was sich gerade in Deutschland zusammenbraut. Ich habe wirklich Angst!“
Andere verwiesen auf die Unwirksamkeit solcher Maßnahmen: Geimpfte seien „im selben Maße ansteckend, wie Ungeimpfte“.
Anders als bei den Netzusern habe die Sitzordnung unter den Mitarbeitern „zu keinerlei Unmut geführt“, schrieb der „Nordkurier“ unter Berufung auf die Klinik-Pressesprecherin Christina Becker.
Auch der Ärztliche Direktor und Vorsitzende des Klinikumvorstands, Prof. Thomas Moesta, hat im Interview mit dem „Nordkurier“ den Vorfall kommentiert. In Zeiten der Pandemie seien Kontaktbeschränkungen unvermeidbar, insbesondere „in den Pausensituationen“, darunter im Mitarbeiterrestaurant, so der Klinikchef. Die Impfung gebe aber den Mitarbeitern die Möglichkeit, diese Einschränkungsregeln nicht mehr einzuhalten und „wieder ein weitgehend normales Mittagessen“ zu haben. Auf diese Weise solle das Schild interpretiert werden.
Eine zentralisierte Kontrolle der Einhaltung der Sitzordnung gibt es laut dem Klinikdirektor nicht.
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