Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Terroranschläge 9/11: Spätfolgen fordern nach zwei Jahrzehnten Tausende Menschenleben

© AFP 2021 / SPENCER Platt9/11 Memorial in New York City
9/11 Memorial in New York City - SNA, 1920, 08.09.2021
Abonnieren
Nach den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme von New York City am 11. September 2001, bei denen fast 3000 Menschen ums Leben kamen, werden nun die verheerenden Spätfolgen für die Überlebenden bekannt. Zehntausende leiden demnach an Erkrankungen durch die giftige Staubwolke – viele von ihnen sind inzwischen tot.
Die Zahl der Toten durch Spätfolgen der Terroranschläge übersteige deutlich die der Opfer am Tag des Angriffs, erklärte der Verwalter des Fonds, der nach den Angriffen zur Entschädigung der Opfer eingerichtet wurde. Demzufolge wurden alleine 3900 Entschädigungsanträge im Namen von bereits Verstorbenen gestellt – mehr als 67.000 Anträge waren von Menschen eingegangen, die sich am 11. September in der Nähe eines der Anschlagsorte aufhielten und in der Folge erkrankten.
Kurz nach den Anschlägen wurde ein Entschädigungsfonds für Angehörige und Überlebende eingerichtet. 2011 wurde dieser Fonds gesetzlich neu aufgelegt und auf neue Zielgruppen ausgedehnt, nachdem sich insbesondere bei Feuerwehrleuten und Helfern Krebserkrankungen häuften. Den letzten Angaben zufolge leiden insgesamt etwa 75 Prozent der Einsatzkräfte des Anschlagstages an Spätfolgen. 2019 wurde die Laufzeit des Fonds bis 2090 verlängert.

Gesundheitliche Langzeitfolgen nach Anschlägen

Durch den Einsturz der Türme hatte sich eine Wolke giftiger Dämpfe über große Teile von Manhattan und angrenzende Teile New Yorks ausgebreitet.
Nach Angaben der Fondsgesellschaft erhielten bislang über 40.000 Menschen insgesamt knapp neun Milliarden Dollar. Die häufigsten Langzeiterkrankungen betreffen die Atemwege, etwa chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Zudem leiden viele Opfer an chronischem Sodbrennen. Mehr als 14.000 Einsatzkräfte und fast 10.000 Überlebende haben Krebs, Tausende weitere Überlebende leiden an psychischen Erkrankungen.
Bei dem Anschlag waren zwei entführte Flugzeuge in die Doppel-Türme des World Trade Centers gerast. Ein weiteres Flugzeug stürzte ins Pentagon, das außerhalb von Washington D.C. im Bundesstaat Virginia liegt, eine vierte Maschine stürzte in einem Waldgebiet in Pennsylvania ab. Fast 3000 Menschen kamen ums Leben, 400 von denen waren Einsatzkräfte.
Bei den Flugzeug-Anschlägen in New York starben insgesamt 2753 Menschen. 1106 Personen konnten bislang noch nicht identifiziert werden.
9/11-Gedenkstätte (Archivbild) - SNA, 1920, 04.09.2021
Biden plant Freigabe von 9/11-Geheimdokumenten

Zwei weitere Opfer des Anschlags seit 2019 identifiziert

Die Identität von zwei weiteren Opfern konnten Behörden jetzt feststellen. Das Büro der leitenden Gerichtsmedizinerin der Stadt New York berichtete, es habe die Opfer des Angriffs identifiziert: Bei der Nummer 1646 handelt es sich um Dorothy Morgan aus Hempstead und bei 1647 – um einen Mann, dessen Name auf Wunsch der Familienangehörigen nicht erwähnt wurde.
Das sind die ersten Identifizierungen von Opfern des Einsturzes der Zwillingstürme seit Oktober 2019, was die herausgehobene Bekanntgabe für die Öffentlichkeit erklärt. Die Identifizierungen wurden anhand von DNA-Tests durchgeführt, die von im Jahr 2001 geborgenen menschlichen Überresten stammen.
„Vor zwanzig Jahren haben wir den Familien der Opfer des World Trade Centers versprochen, alles zu tun, was nötig ist, solange es nötig ist, um ihre Angehörigen zu identifizieren“, erklärte die leitende Gerichtsmedizinerin, Barbara Sampson, und fuhr fort: „Wir versprechen, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um sicherzustellen, dass all diejenigen, die verloren gegangen sind, wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden können.“
Bei der Arbeit der New Yorker Gerichtsmediziner handelt es sich laut eigenen Angaben um „die größte und komplexeste forensische Untersuchung in der Geschichte“ der USA. Demnach wurden die neuen Identifizierungen 20 Jahre nach dem Ereignis durch Fortschritte in der DNA-Technologie möglich.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала