Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Petersburg erinnert an Beginn der Stadtblockade durch Hitler-Truppen vor 80 Jahren

© SNA / David Trahtenberg / Zur BilddatenbankLeningrader Blockade, 1942
Leningrader Blockade, 1942 - SNA, 1920, 08.09.2021
Abonnieren
Die deutsche Wehrmacht hatte vor 80 Jahren die Stadt Sankt Petersburg, damals Leningrad, von allen Nachschubwegen abgeriegelt. Es folgte eine 900 Tage andauernde Blockade. Die Stadt und ihre Menschen erinnern heute an die Hunderttausenden Opfer dieses mit System betriebenen Verbrechens.
Es sei ein schmerzlicher Tag, erklärte der Petersburger Gouverneur Alexander Beglow auf der Website der Stadtverwaltung: „Vor 80 Jahren begann die Leningrader Blockade. Es waren lange 900 Tage voller Kälte, Hunger, Beschuss und erbitterter Kämpfe.“
Bereits im Juli 1941 flog die deutsche Luftwaffe Angriffe gegen das damalige Leningrad. Am 4. September erfolgte der erste Artilleriebeschuss durch die Wehrmacht, vier Tage darauf war die Stadt an der Ostsee vom Rest des Landes abgeschnitten. Ziel der deutschen Faschisten war es, die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion systematisch auszuhungern.
„Selbst unter den unvorstellbaren Bedingungen lebte die Stadt weiter und arbeitete für den Sieg über den Feind“, heißt es in der Erklärung des Gouverneurs. Hungerleidend seien Abertausende Stadtbewohner ihrer schweren Arbeit weiter nachgegangen, um Rüstungsgüter für die Front und Anlagen für die Industrie herzustellen. Auch das Kulturleben sei nicht zum Erliegen gekommen. Im ersten Blockadewinter seien noch 39 Schulen in Betrieb gewesen.
© SNA / Vladimir Bogatyrev / Zur BilddatenbankTägliches Brot für die Bewohner des belagerten Leningrads während des Zweiten Weltkrieges
Tägliches Brot für die Bewohner des belagerten Leningrads während des Zweiten Weltkrieges - SNA, 1920, 08.09.2021
Tägliches Brot für die Bewohner des belagerten Leningrads während des Zweiten Weltkrieges
Am heutigen Mittwoch wurde in Sankt Petersburg über Lautsprecher eine stadtweite Schweigeminute angekündigt. An mehreren Orten legten Menschen Kränze an Denkmälern nieder. Es gelte, die Erinnerung an die Blockade wachzuhalten, erklärte Gouverneur Beglow. Dafür sei man gemeinsam verantwortlich. Eine eigens gegründete wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung der Blockade habe dieser Tage ihre Arbeit aufgenommen. „Auf öffentliche Initiative werden heute an 115 Orten der Stadt die Namen derer vorgetragen, die die Blockade nicht überlebt haben“, teilt der Gouverneur mit.
Die Blockade endete am 27. Januar 1944. Historikern zufolge starben in der Zeit mehr als eine Million Menschen. Im Frühjahr dieses Jahres zählten die Sankt Petersburger Behörden noch mehr als 63000 „Blokadniki“, wie die Überlebenden des Verbrechens genannt werden.
v.l.n.r.: Winston Churchill, Franklin D Roosevelt, Josef Stalin auf der Konferenz von Jalta 1945 - SNA, 1920, 13.08.2021
Mauerbau 1961: Teil 1 - Wie die Alliierten die Fundamente bereits 1943 legten
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала