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Nord Stream 2: Gaslieferungen sollen am 1. Oktober beginnen – Bloomberg

© SNA / Dmitri Lelchuk  / Zur BilddatenbankBauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland
Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland - SNA, 1920, 08.09.2021
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Der russische Gasmonopolist Gazprom will ab dem 1. Oktober mit Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 2 beginnen. Darüber hat am Mittwoch die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf vertraute Quellen berichtet.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Zeitpunkt der tatsächlichen Kraftstoffversorgung des europäischen Gastransportsystems von der Entscheidung der deutschen Regulierungsbehörde abhänge.
Gazprom hat sich bisher nicht zu diesen Informationen geäußert.
Am vergangenen Montag hatte die Nord Stream 2 AG bekannt gegeben, dass das letzte Rohr der Ostseepipeline verschweißt worden ist.

Nord Stream 2

Durch Nord Stream 2 sollen künftig bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland und in weitere EU-Länder fließen. Das Projekt mit einem geschätzten Wert von 9,5 Milliarden Euro wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt, deren einziger Aktionär der russische Staatskonzern Gazprom ist. Seine europäischen Partner – Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall – finanzieren das Projekt jeweils mit 950 Millionen Euro und decken somit die Hälfte der Kosten.
Die USA stemmen sich gegen das Projekt, weil sie darin Konkurrenz für ihr Flüssigerdgas sehen, und haben Nord Stream 2 jahrelang mit Sanktionen bekämpft. Zu den Projektgegnern zählen auch einige europäische Staaten und das Transitland Ukraine. Ende Juli verkündeten Berlin und Washington eine Einigung im Gerangel um die Ostseepipeline. Washington ist weiterhin gegen das Projekt, will nun aber auf weitere Sanktionen verzichten. Bedingungen sind unter anderem, dass Russland Energie nicht als Waffe benutze und dass die Ukraine ihren Status als Transitland auch in Zukunft beibehalte.
Moskau bezeichnet Nord Stream 2 als ein Wirtschaftsprojekt, das im Interesse Russlands und der EU liege, und warnt vor seiner Politisierung. Russland verspricht, auf die Ukraine als Gastransitland auch nach dem Ende des aktuellen Transitabkommens im Jahr 2024 nicht verzichten zu wollen.
Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland (Archiv) - SNA, 1920, 06.09.2021
Letztes Rohr der Pipeline Nord Stream 2 ist fertig
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