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Ein mRNA-Cocktail gegen Krebs – Biontech-Studie zeigt ersten Erfolg

© AP Photo / Michael ProbstBiontech-Logo
Biontech-Logo - SNA, 1920, 08.09.2021
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Ein „mRNA-Cocktail“ wirkt gegen schwarzen Hautkrebs und Darmkrebs bei Mäusen – und zwar nicht nur gegen den eigentlichen Tumor, sondern auch gegen verstreute Metastasen. Das ist das Ergebnis einer vorklinischen Studie des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und des französischen Pharmakonzerns Sanofi.
Der Wirkstoff-Mix wurde dabei den Nagern in die Stellen auf der Haut und im Darm gespritzt, wo die Tumoren sich befanden. Die Tumoren hörten nicht nur auf zu wachsen, sondern erwickelten sich bei 17 von 20 Tieren komplett zurück, ohne dass die Forscher Nebenwirkungen hätten beobachten können. Obwohl die mRNA lokal gespritzt wurde, mobilisierte es auch das Immunsystem gegen Sekundärtumoren in den Lungen.
Und so funktioniert es: Die mRNA dringt in Nähe des Tumors in Körperzellen ein und diese produzierten vier unterschiedliche Stoffe – sogenannte Zytokine. Diese Stoffe rufen dann das Immunsystem auf den Plan, das dann den eigentlichen Angriff auf den Krebs startet. Offenbar kommen Immunzellen, die den Krebs bekämpft haben, über das Lymphsystem auch an andere Orte. Nur so erklärt sich, warum auch die weit entfernten Metastasen attackiert werden. Zellen des Immunsystems bleiben aller Voraussicht nach auch nach Beseitigung des Tumors erhalten, sodass der Behandelte nach der Behandlung immun gegen den betreffenden Krebs sein sollte.
Dem Forscherteam zufolge soll nun eine klinische Studie an Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren starten.
Schrittzähler (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.09.2021
Studie: So viele Schritte pro Tag können das Leben verlängern
Dieser Ansatz ist übrigens nicht zu verwechseln mit der ersten Impfung gegen Hautkrebs, die im Juni ebenfalls mit einem Biontech-Präparat durchgeführt wurde. In letzterem Fall wurden zuvor die Krebszellen des Patienten untersucht, bestimmte Oberflächenproteine an diesen Zellen analysiert und entsprechende mRNA konstruiert, die Zellen dazu bringt, diese Proteine herzustellen. In diesem Fall wurde der Patient also gegen den konkreten Tumor geimpft und nicht einfach nur sein Immunsystem wurde lokal aktiviert.
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