Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Europol warnt: Belgien und die Niederlande wichtigste Hubs für Kokainhandel

© AFP 2021 / FEDERAL POLICE / BELGAEine im Hafen von Antwerpen beschlgnahmte Kokain-Lieferung (Arshivbild)
Eine im Hafen von Antwerpen beschlgnahmte Kokain-Lieferung (Arshivbild) - SNA, 1920, 08.09.2021
Abonnieren
Spanien ist nicht mehr der wichtigste Anlaufpunkt für den Kokainhandel in Europa: Laut einem Europol-Bericht stellen heute Belgien und die Niederlande die zentralen Drehscheiben dar. Auf den Bericht machte die Nachrichtenagentur AFP aufmerksam.
Der 27-seitige Bericht wurde von der EU-Polizeibehörde und dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) verfasst.
Demnach nutzen die vom wachsenden Kokainangebot profitierenden kriminellen Banden die Hafenstädte Rotterdam, Hamburg und vor allem Antwerpen, um die Droge auf dem Seeweg in die Niederlande zu befördern. Von dort aus werde Kokain europaweit vertrieben.
„Der zunehmende Einsatz von Containerfracht, die über die umsatzstarken Häfen von Antwerpen, Rotterdam und Hamburg abgewickelt wird, hat die Rolle der Niederlande als Umschlagplatz verstärkt“, heißt es im Bericht. Dies habe dazu geführt, dass „die kontinentaleuropäische Nordseeküste die iberische Halbinsel als Haupteinfuhrpunkt für Kokain überholt“ habe.
So seien im vergangenen Jahr in Antwerpen rund 65,6 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden. Eine Rekordmenge von 23 Tonnen, die in Schiffscontainern versteckt worden seien, sei im Februar von Deutschland und Belgien beschlagnahmt worden.
Die steigenden Kokainlieferungen nach Europa seien auf das Friedensabkommen, das in Kolumbien von der Regierung und der FARC-Guerillagruppe 2016 geschlossen worden sei, zurückzuführen: Nachdem die integrierte Kommandostruktur von FARC abgeschafft worden sei, brachten die entstandenen Splittergruppen die Kokainproduktion in verschiedenen Regionen unter ihre Kontrolle. Der Markt im lateinamerikanischen Land sei zersplittert worden und habe sich für einen verstärkten Wettbewerb geöffnet.
Die europäischen Drogenbanden hätten ihre Strategie geändert und Allianzen mit diesen Gruppen geschlossen, um Vermittler auszuschalten und die Droge direkt von der Quelle zu beziehen.
Drogen (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.07.2021
Anstieg von Delikten, Toten und Rauschgiftmengen: 10 Fakten zum Nationalen Drogentotengedenktag
Laut dem Bericht ist Kokain nach Cannabis die zweitbeliebteste Droge in West- und Mitteleuropa, wo es im vergangenen Jahr nach jüngsten Schätzungen 4,4 Millionen Kokain-Konsumenten gab.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала