Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Umweltschützer plädieren für EU-weites Tierwohl-Logo

© CC0 / Pixabay / Free-PhotosVitrine mit Fleisch (Symbolbild)
Vitrine mit Fleisch (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.09.2021
Abonnieren
Umweltschützer haben eine einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung in der EU gefordert, um Kaufentscheidungen zu erleichtern. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe der Heftreihe „Fleischatlas“ hervor, die am Dienstag vorgestellt wurde.
In dem knapp 80 Seiten langen Bericht stellten unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie die Heinrich-Böll-Stiftung Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel zusammen und skizzierten mögliche Wege, um die Tierhaltung und den Fleischkonsum in Europa grundlegend zu verändern.
Ein Vorteil der Kennzeichnung wäre mehr Transparenz beim Kauf, zudem könnten sich Anbieter so besser vermarkten.
In der EU zeigt sich bei dem Thema Tierwohl-Logos nach Einschätzung der Verfasser noch ein Flickenteppich. So gebe es zum Beispiel in den Niederlanden das „Beter Leven“-Zeichen, das Fleisch mit bis zu drei Sternen auszeichnet. In Frankreich werde etwa das freiwillige „Label Rouge“ für Geflügel aus tierfreundlichen Betrieben vergeben.

Noch kein Logo für Deutschland

Supermarktkunden in Deutschland müssen weiter auf ein staatliches Logo für Fleisch und Wurst aus besserer Tierhaltung warten.
Viel lernen könne man dagegen von der EU-weiten Kennzeichnung für Eier nach Haltungsform, so der Bericht. Dieses Label habe gezeigt, dass entsprechende Zeichen das Verbraucherverhalten in vielen Ländern beeinflussen könnte, betonten die Verfasser.
Die EU-Staaten hatten sich im Herbst vergangenen Jahres für eine gesündere und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln ausgesprochen. Dazu verabschiedeten die Landwirtschaftsminister die sogenannte Vom-Hof-auf-den-Teller-Strategie. Sie soll auch dazu beitragen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird.
Fleischkonsum - SNA, 1920, 29.08.2021
Mit gutem Beispiel voran: Berliner Hochschulen wollen weitgehend auf Fleischgerichte verzichten
Schon damals kritisierten die Friends of the Earth, zu denen auch der BUND gehört, die nicht-bindende Strategie scharf. Auch im aktuellen „Fleischatlas“ heißt es, dass weder Vom-Hof-auf-den-Teller noch die EU-Agrarpolitik konsequente Maßnahmen beinhalteten, um den kommenden Herausforderungen zu begegnen.
*ein internationaler Zusammenschluss von Umweltschutzorganisationen
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала