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Nato warnt vor chinesischer Aufrüstung – Peking weist Vorwurf zurück

© AP Photo / Olivier HosletNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg  - SNA, 1920, 07.09.2021
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Peking hat die Warnung des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg in Bezug auf die chinesische Aufrüstung zurückgewiesen. Außenamtssprecher Wang Wenbin warf am Dienstag der Nato Doppelmoral vor.
Wenbin äußerte am Dienstag vor der Presse in Peking „ernste Sorge und den entschiedenen Widerstand dagegen, dass die Nato die atomare Bedrohung durch China hochspielt“.
China verfolge eine defensive Nuklearstrategie und halte seine Atomwaffen auf einem „für seine nationale Sicherheit notwendigen Minimum“, so Wenbin weiter. Auch habe sich China verpflichtet, unter keinen Umständen als erster Atomwaffen einzusetzen.
Der Nato-Generalsekretär hatte sich am Vortag bei einer in Kopenhagen organisierten Bündniskonferenz wegen des Baus neuer Raketensilos durch China besorgt gezeigt. Das Land könne seine atomaren Fähigkeiten dadurch signifikant erhöhen. China erweitere rapide seine Kernwaffenbestände um weitere Gefechtsköpfe und um eine größere Anzahl an hoch entwickelten Trägersystemen. Dies alles geschehe uneingeschränkt und vollständig intransparent. Stoltenberg forderte China auf, sich an Rüstungskontrollgesprächen zu beteiligen.
Chinas Atomwaffenarsenal ist bislang vergleichsweise klein. Nach Schätzungen der Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler besitzt China heute rund 350 Atomsprengköpfe. Die USA und Russland kommen demnach auf jeweils 4000. Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin warf der Nato vor, „mit zweierlei Maß zu messen“.
Wenn sich die Nato wirklich um die Rüstungskontrolle sorge, solle sie eine Mentalität wie im Kalten Krieg ablehnen und diese Politik aufgeben, so Wenbin. Auf den Bau der Raketensilos ging der Sprecher nicht ein.
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