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„Raus aus Afghanistan“: Hunderte Teilnehmer bei Anti-Pakistan-Protesten in Kabul

© REUTERS / WANA NEWS AGENCYFrauen bei Anti-Pakistan-Protesten in Kabul
Frauen bei Anti-Pakistan-Protesten in Kabul - SNA, 1920, 07.09.2021
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In Kabul sind erneut Proteste ausgebrochen. An der Demo, die sich diesmal gegen Pakistan richtet, sollen auch Frauen teilnehmen. Die Taliban haben Berichten zufolge bereits Warnschüsse abgegeben. Vergangene Woche war es bei einer Kundgebung für Frauenrechte in der afghanischen Hauptstadt zu Zusammenstößen gekommen.
Hunderte Männer und Frauen zogen am Dienstag durch die Innenstadt und riefen gegen das Nachbarland Pakistan gerichtete Sprechchöre, wie die Nachrichtenagentur DPA aus Kabul berichtet.
Viele Afghanen glauben, dass Pakistan die Taliban bei ihrer gewaltsamen Machtergreifung in Afghanistan unterstützt hat. Die Regierung in Islamabad bestreitet dies. Bei der heutigen Demo in Kabul hielten viele Teilnehmer Schilder, auf denen „Pakistan - Pakistan - raus aus Afghanistan“ oder „Freiheit“ stand.
Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 07.09.2021
Taliban wollen in Ost-Afghanistan 80 IS-Kämpfer gefasst haben
Die „Freiheit“-Rufe könnten ein Hinweis auf die Unterstützung für Achmad Massud sein, der die bewaffnete Nationale Widerstandsfront in Pandschir anführte und sich seit der gewaltsamen Übernahme der Provinz durch die Taliban versteckt hält. Er hatte am Montag in einer Audiobotschaft alle Afghanen zu einem nationalen Aufstand aufgerufen und kurz darauf nur das Wort „Freiheit“ getwittert.
Sicherheitskräfte der militant-islamistischen Taliban versuchten, die Demonstranten zu kontrollieren. Auf einem auf Twitter geteilten Video ist zu sehen, wie Taliban-Kämpfer in die Luft schießen.
Mit der verkündeten Eroberung der kleinsten Provinz Pandschir im Osten des Landes war am gestrigen Montag die letzte Widerstandsbastion an die Taliban gefallen. Zuvor hatten die militanten Islamisten binnen weniger Monate praktisch das gesamte Land unter ihre Kontrolle gebracht. In der Hauptstadt Kabul kam es bereits mehrfach zu Protesten gegen ihre neuerliche Herrschaft.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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