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Afghanistan
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Nach offenem Brief: Grütters will sich für Rettung von afghanischen Kulturschaffenden einsetzen

© REUTERS / Mohammad IsmailAfghanischer Künstler Mahdi Zahak in Kabul
Afghanischer Künstler Mahdi Zahak in Kabul - SNA, 1920, 07.09.2021
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Über achtzig Intellektuelle und Künstler hatten sich in einem offenen Brief, den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ veröffentlichte, an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit der Bitte gewendet, sich persönlich dafür einzusetzen, dass afghanische Kulturschaffende gerettet werden.
„Tausende afghanische Aktivisten, Journalisten und Kulturschaffende, unter ihnen Filmemacher, Fotografen, Autoren, Künstler und Theaterleute, haben in den letzten 20 Jahren dazu beigetragen, die afghanische Zivilgesellschaft aufzubauen“, hieß es darin einleitend. „Sie wurden mitunter von westlichen Institutionen ausgebildet und gefördert. Jetzt, nach dem Abzug der westlichen Truppen und der Machtübernahme der Taliban*, sind diese Frauen und Männer in akuter Lebensgefahr und von islamistischen Repressionen und Terror bedroht. Wir dürfen sie nicht im Stich lassen! Sie haben an die Rede von der Freiheit der Kunst und der Meinungen geglaubt. Sie waren unsere kulturellen Ortskräfte und sind jetzt auf unseren Schutz und unsere Solidarität - nicht nur in Worten – angewiesen.“
In ihrem Appell an die Staatsministerin bitten die Unterzeichner darum, dass Grütters es zu ihrer Sache mache, auch für diesen Personenkreis eine deutsche Schutzzusage auszusprechen und eine offizielle Anlaufstelle mit einer sicheren E-Mail-Adresse einzurichten, bei der Visa- und Einreisegesuche dieser Menschen gesammelt und zügig bearbeitet werden können.
Zu den Unterzeichnern gehören solche Größen wie Dirigent Daniel Barenboim, Publizist Daniel Cohn-Bendit, Regisseurin Doris Dörrie, Schriftsteller Rafik Schami und Schauspielerin Martina Gedeck.
Statue von Mazari in Bamyan (Archivbild) - SNA, 1920, 19.08.2021
Unesco: Kulturerbe in Afghanistan muss geschützt werden
Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag berichtet, hat Monika Grütters mitgeteilt, die Lage in Afghanistan sei nach wie vor dramatisch und die Bundesregierung bemühe sich, nach dem Ende der Luftbrücke die Menschen nun über den Landweg zu retten. Das Kulturressort stehe deshalb im täglichen Kontakt mit den Kollegen im Auswärtigen Amt.
„Nach ihrer Ankunft in Deutschland setze ich mich persönlich mit aller Kraft dafür ein, die geflohenen Menschen angemessen zu unterstützen", wird Grütters von der DPA zitiert. „Dazu stellen wir kurzfristig zusätzliche finanzielle Mittel bereit, um Hilfsangebote für Geflüchtete im Kultur- und Medienbereich, wie zum Beispiel 'Writers in Exile' bei uns im Inland noch stärker auszubauen.“
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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