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Statt zu konkurrieren kooperieren die führenden Optik-Unternehmen Schwabe und Zenit in Russland

© SNA / Nikolaj JolkinZenit-Sprecherin Inna Pronina
Zenit-Sprecherin Inna Pronina - SNA, 1920, 06.09.2021
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Die Unternehmensgruppe der Staatlichen Korporation „Rostec“ Schwabe (englische Transkription Shvabe) hat Bilanz zu ihrer Teilnahme an der Messe „Army 2021“ gezogen, die von dem anhaltisch-russischen Optik-Unternehmer Theodor Schwabe im Jahr 1837 gegründet wurde. Diesmal hat sie ihre Ausstellungsfläche erheblich ausgebaut.
In diesem Jahr präsentierte die Holding Schwabe auch die Produktion des ältesten russischen Herstellers von optischen Geräten und Fotoausrüstungen Zenit, der ihr seit 2009 angehört. Insgesamt wurden knapp 90 Muster mit ihrem Markenzeichen ausgestellt: Fluggeräte für Tag-und-Nacht-Überwachung und -suche, Zieloptik, SWIR-Kameras und Nachtsichtgeräte. Übrigens entwickelt Schwabe optische Geräte nicht nur für militärische, sondern auch für zivile Zwecke, was diesmal auch im Mittelpunkt stand. Darunter ist auch eine SWIR-Kamera, die bei schwierigen Sichtverhältnissen wie etwa Nebel und starker Rauchbelastung nach Objekten sucht.
Während der Fachtagungen zu Diversifizierungsproblemen berichteten die Experten der Holding von den Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Betriebsmedizin und des Gesundheitsschutzes in Betrieben sowie von dem Einsatz verschiedener Smart-City-Systeme.
Was die Zusammenarbeit zwischen Schwabe und Zenit betrifft, meinte Zenit-Sprecherin Inna Pronina im SNA-Gespräch: „Wir haben uns der Holding Schwabe angeschlossen, um die führenden Betriebe der optischen Branche zu vereinigen und dadurch ihre Marktposition zu festigen. Wir liefern einander Bestandteile zu. So bekommt eines von unseren Werken beispielsweise Bildsensoren von dem anderen, die wir dann in Visiere und andere optische Geräte einbauen. Es sind Dutzende unserer Werke, darunter solche, wie das Krasnogorsker Maschinenwerk KMZ (Krasnogorski Mechanitscheski Zavod), das Optisch-mechanische Werk von Ural, Werke in Wologda, Nowosibirsk u. a. m.“
„Nicht allein Zenit, sondern auch alle Beteiligten profitieren von diesem Zusammenschluss“, unterstrich Pronina. „Wir haben uns eigentlich zur Verfolgung gemeinsamer Ziele zusammengetan, um auf dem Markt stärker zu werden, damit die führenden Hersteller der Branche in enger Verbindung effektiv miteinander arbeiten, statt zu rivalisieren. So stärken wir uns gegenseitig, statt zu konkurrieren.“
© SNA / Nikolaj JolkinAuf dem Schwabe-Stand
Auf dem Schwabe-Stand - SNA
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Bei Schwabe handelt es sich um eine einheitliche Fertigungskette, bestehend aus den Stammbetrieben, den wichtigsten Konstruktionsbüros und Forschungsinstituten der russischen Optikbranche. Dieses System umfasst den vollen Zyklus, beginnend mit der Rohstoffverarbeitung bis hin zur Gestaltung und Prüfung hochtechnologischer optischer Geräte. So hat Schwabe die Digitalkamera mit Entfernungsmesser „Zenit M“ offiziell für den Handel freigegeben. Die sowjetische Kult-Handelsmarke, die 2005 vom fototechnischen Markt verschwunden war, ist dabei wieder eingestiegen.
Allerdings lässt sich die neue Zenit M nicht als eine rein russische Digitalkamera bezeichnen. Das Modell wurde auf der Grundlage der deutschen Kamera Leica M (Type 240) entwickelt. Die russischen Digitalkameras sind vorläufig auf eine solche Zusammenarbeit angewiesen, betonen die Experten. Die ersten Verhandlungen mit dem Besitzer der Leica Camera AG wurden 2016 eröffnet. Laut dem Pressedienst von Schwabe lag der Sinn des Projekts in der Verbindung der einmaligen Erfahrungen von dem KMZ-Werk bei der Herstellung von Objektiven mit den hochwertigen Digitaltechnologien und dem Ikone Leica-Namen. Deshalb übernahm das deutsche Unternehmen die Herstellung des Gehäuses, während das Objektiv Zenitar den russischen Entwicklern anvertraut wurde.
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